Wenn ihr einen Salâhuddîn wollt, dann werdet wie Nûruddîn Zinkî! - Teil 1

Wenn ihr einen Salâhuddîn wollt, dann werdet wie Nûruddîn Zinkî! - Teil 1
  • Veröffentlicht:11.01.2011
  • Kategorie:Kinder
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Amr ibn Utbah sagte zum Erzieher seines Sohnes ermahnend: "O Abû Abdussamad, die erste Besserung meines kleinen Sohnes sollte deine eigene Besserung sein! Denn deine Fehler werden ihre Fehler sein. Gut ist ihrer Meinung nach, was du machst, und schlecht, was du unterlässt. Lehre ihnen das Buch Allâhs! Langweile sie nicht damit, sonst hassen sie es. Und entferne sie nicht von ihm, sonst vernachlässigen sie es. Erzähle ihnen die frommsten Gedichte und die beste Rede. Lehre ihnen das weiterführende Wissen erst, wenn sie das hierzu nötige Vorwissen beherrschen! Die Übersättigung mit Worten verwirrt das Verständnis. Drohe ihnen mit mir und lehre ihnen das Benehmen ohne mich! Sei wie ein Arzt, der die Medizin erst verschreibt, wenn er die Krankheit kennt! Vermeide Gespräche über Frauen und erzähle ihnen die Geschichten unserer Führer! Dass ich nachlässig bin, soll dich nicht zur Nachlässigkeit treiben, da ich mich auf dich verlasse! Wenn sie vorankommen, wird auch dein Lohn steigen!"

 
Der Plan beginnt damit, unserem Kind eine Botschaft und einen Sinn für sein Leben zu geben. Anfangs zeigen wir unseren Kindern den Weg, den sie gehen, damit sie dem Islâm zum Triumph verhelfen und ihn in den Köpfen der Menschen verewigen. So waren die Gefährten des Gesandten Allâhs  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken .
 
Das Kind muss in uns ebenfalls ein klares Vorbild sehen, das dieses Ziel zu verwirklichen gedenkt.
 
Manche fragen sich vielleicht: Wie machen wir dies mit diesen kleinen Kindern? Wie können sie diese gewaltige Verantwortung tragen?
 
Darauf entgegnen wir: Wenn man den Kleinen in einigen ihrer Arbeiten behilflich ist, lernen sie von den Großen. Ihre gewaltige Energie wird das Verhalten, das die Großen anstreben, aufweisen.
 
Nimm dieses Beispiel, damit du weißt, wie man einem Kind die Verantwortung übergeben kann:
 
In China gibt es einen Kindergarten, der sich in einem schlichten Gebäude befindet. In einem der Zimmer gibt es eine kleine Werkstatt. Darin sind keine teuren Geräte und es benötigt keine besondere Stromzufuhr. Es gibt dort nur folgende Dinge:
 
- Kleine Elektrolampen, die für Batterien geeignet sind,
- ein handtellergroßes Gerät, das anzeigt, ob die Lampe in Ordnung ist oder nicht,
- ein Pappkarton mit einer Öffnung.
 
Die Kinder gehen in dieses Zimmer und testen jede Lampe. Wenn sie funktioniert, legt sie das Kind in die vorbereitete Öffnung. Wenn sie nicht funktioniert, wirft er sie in den nebenstehenden Mülleimer. So werden sie praktisch und nicht nur theoretisch orientiert.
 
Wenn dies schon diejenigen machen, deren Botschaft "China" heißt, wie ist es dann mit euch, liebe Erziehenden, deren Botschaft der Islâm ist? Was werdet ihr für den Islâm präsentieren? Werdet ihr einen brillanten Arzt wie Abû Bakr Ar-Râzî präsentieren? Oder einen erfahrenen Astronomen und Ingenieur wie Al-Hasan ibn Al-Haitham? Oder vielleicht einen asketischen frommen Gelehrten wie Al-`Izz ibn Abdussalâm? Oder etwa einen Herrscher wie Salâhuddîn, oder Saifuddîn Qutuz?

Wenn ihr den Muslimen einen Salâhuddîn geben wollt, dann werdet wie Nûruddîn Zinkî. Denn dieses kleine Genie wurde von jenem genialen Heerführer erzogen. Seid selbst euren Kinder ein Vorbild und lebt ihnen vor, welchen Weg sie einzuschlagen haben.
 
Ihr habt in dem Gesandten Allâhs  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken das beste Vorbild an Edelmut. Außerdem ist er  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken das beste Beispiel dafür, wie man seine Gefährten erzieht.
 
Wie erzog der Gesandte Allâhs  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken seine Gefährten zu Edelmut und Aufopferung für den Islâm?
 
Die meiste Sîra handelt von Menschen, die ihr Leben der Gemeinschaft widmeten. Die schönsten Ereignisse sind wohl die Geschichten über die Kindheit der Sahâba  möge Allah mit ihnen zufrieden sein.
 
Wie liebten sie den Islâm? Wie viel opferten sie für ihn? Weißt du wieso, lieber Erzieher? Weil sie das beste Vorbild in Sachen Aufopferung für den Islâm gesehen hatten: Muhammad  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken .
 
Von Anas  möge Allah mit ihm zufrieden sein ist überliefert: "Der Gesandte Allâhs  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken war der Mensch mit dem schönsten Gesicht. Er war der großzügigste und mutigste unter den Menschen. Einmal fürchteten sich die Medinenser, worauf sich Menschen in Richtung des Lärmes aufmachten. Sie trafen den Gesandten Allâhs, der auf dem Rückweg war und ihnen zuvorgekommen war, um die Ursache des Lärms zu erkunden. Er sagte: 'Habt keine Angst! Habt keine Angst!'" Überliefert von Al-Buchârî und dem Imâm Muslim.
 
Als die Sahâba  möge Allah mit ihnen zufrieden sein dieses Beispiel in dem Propheten  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken sahen, wurden auch sie zu den besten Vorbildern an Opferbereitschaft für den Islâm, auch wenn sie noch Kinder waren.
 
Sa`d ibn Abû Waqqâs opfert seine Mutter: Sa`d sagte: "An dem Tag, an dem ich den Islâm annahm, nahm kein anderer den Islâm an. So blieb es sieben Tage. Ich war der Dritte im Islâm." Überliefert von Al-Buchârî.
 
Von Ibn Uthmân ist überliefert, dass Sa`d sagte: Dieser Vers wurde wegen mir herabgesandt: Und Wir haben dem Menschen anbefohlen, seine Eltern mit Güte zu behandeln. Wenn sie sich aber darum bemühen, dass Du Mir das beigesellst, wovon du kein Wissen hast, dann gehorche ihnen nicht. Zu Mir wird eure Rückkehr sein, da werde Ich euch kundtun, was ihr zu tun pflegtet.“ (Sûra 29:8) Er sagte: „Ich war meiner Mutter treu. Als ich den Islâm annahm, sagte sie: 'O Sa`d, was ist das für eine Religion, der du nun beigetreten bist?' Verlasse deine Religion, sonst esse und trinke ich nicht, bis ich sterbe! Schande über dich, dass man sagt: 'O du, der seine Mutter getötet hat!“ Ich sagte: 'Tu es nicht, Mutter! Ich verlasse sie um nichts!' Sie verblieb einen Tag ohne zu essen oder zu trinken. Sie wachte morgens auf und war geschwächt. Als ich dies sah, sagte ich: 'O Mutter, weißt du, bei Allâh, selbst wenn du einhundert Seelen hättest und Seele für Seele aus dir treten würde, werde ich meine Religion nicht verlassen! Wenn du willst, iss oder iss nicht' Als sie dies einsah, aß sie." Tafsîr ibn Kathîr (6/337)
 
 

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