Sie haben sich eilends genähert, nun bereitet euch vor! – Teil 1

Sie haben sich eilends genähert, nun bereitet euch vor! – Teil 1
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Tage eines hervorragenden Monates haben sich uns genähert. Sie haben sich uns mit Tahlîl (Gebrauch der Formel lâ ilâha illa Allâh, das heißt, es gibt keine Gottheit außer Allâh), Takbîr (Gebrauch der Formel Allâhu akbar, das heißt Allâh ist größer), Lobpreis, Verherrlichung, Sich-Zurückziehen von der Welt und Widmen von Dienst, Demut, Bittgebet, Tränen gegenüber Allâh sowie zunehmende Verleihung von Belohnungen, Vergebung und Barmherzigkeit von einem stets vergebenden Herrn genähert. Die ersten zehn Tage des Monats Dhû Al-Hiddscha haben sich eilends genähert, nun bereitet euch vor!

 

Die erste zehn Tage des Monats Dhû Al-Hiddscha haben sich eilends genähert, deshalb lege ich für euch folgende Einstellungen dar!

 

Die erste Einstellung:

 

Wie majestätisch ist die Gnade Allâhs uns gegenüber und wie barmherzig ist Er, preis sei Ihm, uns gegenüber, wenn Er für uns besondere Zeiten für den Gehorsam Ihm gegenüber und Zeiten, in denen wir Seinen Gaben ausgesetzt sind, durch die Er unseren Rang erhöht und die Abrechnungen (am Jüngsten Tag) verdoppelt und die schlechten Taten vergibt: "Wenn ihr die Gunst Allâhs aufzählen wolltet, könntet ihr sie nicht erfassen." (Sûra 14:34).

 

Der gläubige anbetend Dienende geht in diesen besonderen Zeiten mit aller Hoffnung umher, dass sein Herr von ihm alles annimmt, was er verrichtet hat, wenn er ernsthaft gearbeitet, sich bemüht und gewusst hat sowie treu und aufrichtig gewesen ist, und mit aller Sicherheit, dass er ins Paradies eintreten wird, sobald er dies tut. Der Erhabene sagt: „Wer aber, sei es Mann oder Frau, etwas an rechtschaffenen werken tut, und dabei gläubig ist, jene werden in den (Paradies)garten eingehen und es wird ihnen nicht ein Dattelkerngrübchen Unrecht zugefügt.“ (Sûra 4:124).

 

Der Erhabene sagt ferner: "Wer aber etwas an rechtschaffenen Werken tut und dabei gläubig ist, der wird kein Unrecht und keine (Lohn)minderung befürchten." (Sûra 20:112).



Zu dieser göttlichen Gnade gehört, dass der Muslim das Vertrauen zu seinem Herrn erneuert, da den Menschen Unachtsamkeit trifft und ihn Versuchungen beeinflussen und ihm der Satan alles Gute raubt; dann kommen diese besonderen Zeiten, dann kehrt er zurück, tut Buße, kommt zurück und kehrt wieder mit einer zugewandten Seele, fließenden Tränen und aufrichtiger Reue. So gebührt Dir aller Lobpreis, Du unser Herr, ob dessen, was Du uns an Gnadenerweisen gewährt hast, und Dir gebührt aller Lobpreis sowohl im Voraus als auch am Ende und Dir gebührt aller Lobpreis vorher und nachher!

 

Die zweite Einstellung:

 

Diese zehn Tage sind eine große Chance in diesem Leben und ein reichlicher Gewinn in diesem Diesseits und der den Glauben Verinnerlichende ist aufgefordert, die Chancen zu nutzen, bestrebt zu sein, diese wahrzunehmen und zu gewinnen, und darum ernsthaft nach allem, was sie an Gutem und Gnade haben, zu streben. Das Gute und der Vorrang dieser zehn Tage verdeutlichen sich in der Aussage des geliebten Gesandten  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken : "Es gibt keine Tage, an denen Allâh das rechtschaffene Handeln mehr liebt als an diesen Tagen, nämlich diesen zehn Tagen.“ Man fragte: »O Gesandter Allâhs, sogar den Kampf um Allâhs willen?« Er sagte: »Sogar der Kampf um Allâhs willen, es sei denn, dass jemand mit seiner Seele und seinem Vermögen ausgezogen und mit nichts davon zurückgekehrt ist.«" (Al-Buchârî)

 

Dieser hochrangige Vorrang geht auf das zurück, was sich in diesen Tagen an vielfältigen Anbetungshandlungen und unterschiedlichen Allâh gefälligen Taten dem Herrn gegenüber befindet. Ibn Hadschar sagt in seinem Werk Fath Al-Bârî: "Es zeigt sich, dass der Grund für den Vorzug der zehn Tage von Dhû Al-Hiddscha im Zusammenkommen der Elementarpflichten des anbetenden Dienens an diesen Tagen liegt, nämlich das rituelle Gebet, Zakâ, das Fasten und der Haddsch, was in nichts Anderem zu finden ist." Zitatende.

 

Der Vorrang dieser Tage zeigt sich weiterhin darin, dass sie die besten Tage im Diesseits sind. Dschâbir ibn Abdullâh  möge Allah mit ihm zufrieden sein berichtete, dass der Gesandte Allâhs  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken sagte: "Die besten Tage des Diesseits sind die [ersten] zehn Tage [des Monats Dhû Al-Hiddscha]." (Von Al-Albânî als authentisch eingestuft)

 

Es ist eine Einladung für dich, damit du dich auf den Empfang vorbereitest und darauf, dass Allâh dich an diesen Tagen in bestem Fall sieht. Wisse, dass es Tage sind, die in deinem Leben schnell vergehen und von dir viel nehmen! Wie schön ist also der frühe Beginn! Und "... Nimm das Offenbarungsbuch mit Kraft!" (Sûra 19:12). Wenn du diese Tage in diesem Jahr erlebst, gehörst du vielleicht zu denjenigen, die diese Tage im nächsten Jahr nicht erleben.

 

Die dritte Einstellung:

 

Du, der anbetend Dienende Allâhs, sollst diese zehn Tage zu einem guten Wendepunkt in deinem Leben machen und dann das betrachten, was du jetzt um Allâhs willen verrichtest und wie du am Ende dieser zehn Tage bist. Es ist sehr wichtig, dass du Allâh am Ende dieser Tage näher als am Anfang dieser Tage bist.

 

Dass du davon beeinflusst wirst, soll auf deinem Gesicht, in deinem Handeln sowie in deinem Herzen erscheinen. Wo liegt denn der Vorteil, wenn diese verdienstvollen zehn Tage vorbeigehen, ohne dich zu einem anbetend dienenden reuigen und Allâh dem Erhabenen gegenüber demütigen Menschen gemacht zu haben?!

 

Du sollst unbedingt auch durch diese Tage eine positive Wirkung erzielen, indem du die negative Art und Weise deines Lebens änderst oder dass du verdoppelst, was du an rechtschaffenen Anbetungshandlungen verrichtest oder dass du die übliche Routine deines Lebens mit dem, was an Aussagen und Handlungen rechtschaffen ist, brichst. Der Erhabene sagt: "Und diene deinem Herrn anbetend, bis die Gewissheit zu dir kommt." (Sûra 15:99).

 

Die vierte Einstellung:

 

Obwohl wir uns auf den Empfang dieser gesegneten zehn Tage zubewegen, gibt es viele unter uns, die die Art und Weise dieses Empfangs nicht kennen. Als Darlegung dieses Problems sage ich, dass der Muslim planen und sich bemühen soll, jede Minute an den besten Tagen im Diesseits zu nutzen. Er soll auch Programme vorbereiten und Planungen vornehmen, die ihm bei dieser wunderbaren gläubigen Nutzung helfen, da die zehn Tage ein Feld für alle rechtschaffenen Taten ohne Ausnahme darstellen. Und diese rechtschaffenen Taten bedürfen im Voraus einer Anordnung und genauen Planung, die dem gläubigen anbetend Dienenden dabei helfen, all diese rechtschaffenen Taten zu verrichten und die Belohnung für sie vom Herrn der Welten zu erhalten.

Sie haben sich eilends genähert, nun bereitet euch vor! – Teil 2

 

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