Fünf Schritte, um ein besserer Vater zu werden - Teil 1

 Fünf Schritte, um ein besserer Vater zu werden - Teil 1
  • Veröffentlicht:01.01.2017
  • Kategorie:Kinder
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Die Rolle des Vaters ist von immenser Bedeutung im Leben seines Kindes. Der Qurân vergleicht diese Beziehung mit der Sonne. Allâh erwähnt im Qurân, dass Yûsuf  Frieden sei auf ihm sagte: „… O mein Vater, ich sah elf Sterne und die Sonne und den Mond, ich sah sie sich vor mir niederwerfen.“ (Sûra 12:4). Es ist wohlbekannt, dass die elf Sterne die Brüder Yûsufs  Frieden sei auf ihm repräsentieren. Laut At-Tabarî repräsentiert die Sonne allerdings den Vater.

 

Die Vaterschaft ist eine große Ehre, die einem die Gelegenheit bietet, seinem Nachwuchs das Vermächtnis der Propheten zu übermitteln. In vielen Lebensgemeinschaften sind Väter jedoch „unerlaubt abwesend von der Truppe“. Kleine Jungen und Mädchen werden zu Hause allein gelassen, und diese ersetzen die wichtige Leitung und die wichtigen Lehren, die der Vater bietet, mit DVDs, Videospielen, Internet und Fernsehen. Im Folgenden findet ihr fünf wichtige Schritte, die uns – so Allâh will – dabei helfen werden, die Vaterschaft zu verwirklichen, unsere Familien zu führen und nachstehende Anweisung Allâhs auszuführen:

 

„O die ihr glaubt, bewahrt euch selbst und eure Angehörigen vor einem Feuer, …“ (Sûra 66:6).

 

1.    Liebe deine Frau leidenschaftlich!

 

Der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) sagte über Âischa: „Ich liebe diese Frau!“ Immer wenn der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) gefragt wurde: „Welchen Menschen liebst du am meisten?“, antwortete er (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken): „Âischa“  möge Allah mit ihr zufrieden sein. Der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) sagte: „Wenn du jemanden um Allahs willen liebst, dann solltest du ihm dies mitteilen!“ Der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) sagte einst zu Mu'âdh: „Ich schwöre bei Allah, dass ich dich liebe!“ Der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) berichtete uns, dass Allâh der Hocherhabene am Jüngsten Tag sagen wird: „Wo sind diejenigen, die sich gegenseitig um Meinetwillen liebten?“

 

Die eigene Frau zu lieben ist äußerst wichtig. Einst sagte eine Schwester (möge Allah sie und ihre Familie segnen) zu mir: „Wenn ich mir irgendeinen Mann auf der Welt zur Heirat auswählen könnte, dann sollte er wie mein Vater sein!“ Einst begann ein kleines Mädchen damit, seinen kleineren Bruder anzuschreien, woraufhin seine Mutter umgehend fragte: „Warum sprichst du so mit ihm?“ Es antwortete: „Weil du und Papa so miteinander sprecht!“

 

Wir als Männer sind ein wichtiges Vorbild im Heim. Indem wir unsere Frauen lieben und sie mitfühlend und barmherzig behandeln, werden unsere Kinder – so Allâh will – diese Eigenschaften mit dem Herzen verinnerlichen. Es ist wohlbekannt, dass Kinder von beleidigenden Eltern großes Potential besitzen, ebenfalls zu beleidigen. Das Kind ist ein Spiegel des elterlichen Schattens. Die Barmherzigkeit gegenüber Frauen ist ein Taktstock, der dem Sohn vom Vater übergeben wird.

 

Aktionspunkte:

 

Stelle sicher, dass du, bevor du das Haus verlässt, zu deiner Ehefrau sagst, dass du an sie denkst!

 

Kaufe ihr auch nach den Flitterwochen weiterhin Geschenke!

 

Nimm dir Zeit für sie und organisiere mindestens einen Abend pro Woche, an dem du sie alleine ausführst und ihr zeigst, dass du dich um sie kümmerst!

 

Sprich behutsam und liebenswürdig mit deiner Frau! Vermeide das Verwenden harscher Worte und Töne!

 

2.    Sei aufrichtig! Anderenfalls werden deine Worte auf taube Ohren stoßen!

 

Es wird gesagt, dass man den Wert eines Mannes an dessen Worten erkennt. Der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) wurde gefragt, ob ein Muslim geizig sein kann, und er sagte: „Ja!“ Er wurde gefragt, ob ein Muslim ein Lügner sein kann, und er sagte: „Nein!“ Allâh sagt im Qurân: O die ihr glaubt, warum sagt ihr, was ihr nicht tut? (Sûra 61:2). Allâh sagt zudem: „Befehlt ihr denn den Menschen Güte, während ihr euch selbst vergesst, …“ (Sûra 2:44).

 

Väter! Haltet ihr euch an eure Verabredungen und Versprechen gegenüber euren Kindern? Bemüht ihr euch so gut ihr könnt, mit ihnen zusammen zu sein, wie ihr es mit euren Freunden oder bei Geschäftsterminen tut? Einst wurde ein Elternteil darum gebeten, sich den Klassenkameraden seines Sohnes vorzustellen. Nachdem er seine Errungenschaften aufgezählt hatte, sagte der Sohn: „Weißt du: Diese Dinge sind schön, doch sie bedeuten mir nichts! Mir bedeutet am meisten, dass mein Vater privat so ist, wie ihr ihn in der Öffentlichkeit seht!“

 

Dies betrifft besonders Leute, die mit islâmischer Arbeit und in der Moschee tätig sind. Sind wir hinter verschlossenen Türen genauso wie in der Öffentlichkeit? Welcher Eindruck entwickelt sich bei unseren Kindern? Es ist wichtig, so gut wie möglich zu versuchen, ein einziges Gesicht zu besitzen. Nichts zerrüttet das Herz eines Kindes mehr als elterliche Widersprüchlichkeit! Lasst uns unsere Versprechen halten und zu jeder Zeit an einem positiven Verhaltensmuster festhalten! Der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) sagte: „Fürchtet Allâh, wo immer ihr seid!“ Weder sagte er „in der Moschee“ noch „vor den Brüdern.“ Er (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) sagte vielmehr: „…wo immer ihr seid!“

 

 Fünf Schritte, um ein besserer Vater zu werden - Teil 2

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