Maryam - die Mutter Jesu – Teil 2

Maryam - die Mutter Jesu – Teil 2
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- Maryam -  Frieden sei auf ihr - war für ihre Reinheit und für ihre Jungfräulichkeit bekannt, selbst nach dem sie Îsâ, den Gesandten Allâhs, gebar. Möge Allâh ihn in Ehren halten. Sie suchte Zuflucht bei Allâh, als der Engel Dschibrîl (dt. Gabriel) in Gestalt eines Mannes bei ihr erschien. Allâh sagt: "Sie sagte: 'Ich suche beim Allerbarmer Schutz vor dir, wenn du gottesfürchtig bist.'" (Sûra 19:18)

 

- Allâh ehrte Maryam, sprach sie frei von Schuld und bewahrte ihre Würde durch ein großes Wunder, als Er ihren Sohn Îsâ -  Frieden sei auf ihm - in der Wiege zu den Menschen sprechen ließ, um ihre Unschuld zu beweisen und alle Anschuldigungen korrupter und böswilliger Menschen zu verwerfen.  Allâh schildert ihre Geschichte im Detail, wie sie Îsâ (dt. Jesus) empfing und gebar. Allâh sagt: "Dann kam sie mit ihm zu ihrem Volk, ihn (mit sich) tragend. Sie sagten: 'O Maryam, du hast da ja etwas Unerhörtes begangen. O Schwester Hârûns, dein Vater war doch kein sündiger Mann, noch war deine Mutter eine Hure.' Da zeigte sie auf ihn. Sie sagten: 'Wie können wir mit jemandem sprechen, der noch ein Kind in der Wiege ist?' Er sagte: 'Ich bin wahrlich Allâhs Diener; Er hat mir die Schrift gegeben und mich zu einem Propheten gemacht. Und gesegnet hat Er mich, wo immer ich bin, und angeordnet hat Er mir, das Gebet (zu verrichten) und die Abgabe (zu entrichten), solange ich lebe, und gütig gegen meine Mutter zu sein. Und Er hat mich weder gewalttätig noch unglücklich gemacht. Und der Frieden sei auf mir am Tag, an dem ich geboren wurde, und am Tag, an dem ich sterbe, und am Tag, an dem ich wieder zum Leben auferweckt werde.' Das ist Îsâ, der Sohn Maryams: (Es ist) das Wort der Wahrheit, woran sie zweifeln. Es steht Allâh nicht an, Sich ein Kind zu nehmen. Preis sei Ihm! Wenn Er eine Angelegenheit bestimmt, so sagt Er dazu nur: 'Sei!', und so ist es." (Sûra 19:27-35)

 

- Maryam wurde von Allâh auserwählt, die fromme Mutter eines von fünf wichtigen Propheten zu sein, die in der Geschichte der Menschheit zu Großem berufen waren. Zu diesen gehören: Muhammad, Nûh (dt. Noah), Ibrâhîm (dt. Abraham), Mûsâ (dt. Moses) und Îsâ -  Frieden sei auf ihnen .

 

- Sie empfing Îsâ -  Frieden sei auf ihm - auf wundersame Weise, als der Engel Dschibrîl in ihren Mutterleib einhauchte, sie dadurch schwanger wurde und gebar.

 

- Sie wird in Ehren gehalten, da Allâh ihren Namen mit dem Namen ihres bedeutenden Sohnes, des Propheten Îsâ, 23-mal von insgesamt 34 namentlichen Erwähnungen im Qurân verknüpfte.

 

- Allâh ehrte sie vor und nach der Schwangerschaft mit einigen Wundern wie dem Essen, mit dem sie von Allâh beschenkt wurde, als es an Nahrungsmitteln mangelte oder es niemanden gab, der ihr etwas zu essen geben konnte. Allâh sagt: "Da nahm ihr Herr sie auf gütigste Art an und ließ sie auf schöne Weise heranwachsen und gab sie Zakariyya zur Betreuung. Jedes Mal, wenn Zakariyya zu ihr in die Zelle trat, fand er bei ihr Versorgung. Er sagte: 'O Maryam, woher hast du das?" Sie sagte: "Es kommt von Allâh; Allâh versorgt, wen Er will, ohne zu berechnen.'" (Sûra 3:37) Allâh beglückte sie auch mit dem Bächlein und der Palme, die Allâh für sie erschuf, damit sie in Abgeschiedenheit ausreichend Nahrung zu sich nehmen konnte, um das Kind fernab menschlicher Blicke zu gebären. Allâh sagt: "Da rief er ihr von unten her zu: "Sei nicht traurig; dein Herr hat ja unter dir ein Bächlein geschaffen. Und schüttle zu dir den Palmenstamm, so lässt er frische, reife Datteln auf dich herabfallen. So iss und trink und sei frohen Mutes'. Und wenn du nun jemanden von den Menschen sehen solltest, dann sag: Ich habe dem Allerbarmer Fasten gelobt, so werde ich heute mit keinem Menschenwesen sprechen." (Sûra 19:24-26)

 

- Sie war sehr religiös und musste viel Leid ertragen, blieb jedoch standhaft bis zur letzten Sekunde der Drangsal, vor allem als sie schwanger wurde, gebar und ihren Sohn stillte.

 

- Ihr Name ist den meisten Christen und Muslimen bekannt. Zahlreiche Muslime benennen ihre Töchter oft mit Maryams Namen und ihr Name ist ohne Zweifel der am meisten gegebene Name auf der ganzen Welt. Ganz besonders viele Frauen in spanischsprachigen Ländern tragen den Namen Maria.

 

Maryam -  Frieden sei auf ihr - ist ein Vorbild für alle muslimischen Frauen, denn sie hatte ihren tadellosen Charakter ein Leben lang bewahrt. Allâh erhöhte ihr Ansehen und wählte sie vor allen Frauen der gesamten Welt aus. Zahlreiche Qurân-Verse und viele Hadîthe belegen diese Tatsache.

 

Allâh segnete sie mit einigen Wundern, beschützte sie und verteidigte sie gegen alle möglichen Anschuldigungen und verletzenden Äußerungen. Andererseits bewies Maryam durch ihre herausragenden Tugenden und ihr tadelloses Verhalten ihre innige Hingabe an Allâh und bewahrte ihre Treue Ihm gegenüber. Sie verlieh auch ihrer tiefgründigen Ergebung durch ihre Entschlossenheit und ihrer bedingungslosen Hingabe Ausdruck und ergab sich dem Willen Allâhs vorbehaltslos. Sie setzte ihre ganze Hoffnung und ihr Vertrauen allein auf Allâh.

 

Deshalb gewährte Allâh ihr Seine Gnade, gab ihr Seine Hilfe und wandelte alle Bedrängnisse in Gutes und Schönes um.

 

Sie wurde schwanger und brachte das Kind ganz allein auf die Welt. Sie bewies Geduld, setzte ihr ganzes Vertrauen auf Allâh und ertrug geduldig die Anschuldigungen ihrer Mitmenschen. Darum erleichterte Allâh ihre Last, unterstützte sie und widerlegte alle gegen sie erhobenen Vorwürfe.

 

Maryam -  Frieden sei auf ihr - genießt großes Ansehen und ist von ehrbarem Rang.

 

Als Muslime sind wir dazu angehalten, Maryams Würde zu verteidigen und die Wahrheit über ihre Person gegenüber allen Menschen dieser Welt klarzustellen. Sie ist ein leuchtendes Vorbild für alle Frauen, das nachgefeiert werden sollte. Maryam war wirklich und wahrhaftig die beste Frau der gesamten Menschheitsgeschichte. Möge Allâh sie in Ehren halten.

 

Maryam - die Mutter Jesu – Teil 1

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