Anzeichen fr Annahme guter Taten - Teil 2

Anzeichen fr Annahme guter Taten - Teil 2
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5. Die Liebe zur Gehorsamkeit und die Abscheu vor Sünde:

Ein Zeichen der Annahme ist, dass Allâh dir die Liebe zur Gehorsamkeit in dein Herz legt. Dann liebst du sie, sehnst dich nach ihr und findest in ihr Ruhe. Der Erhabene sagt: „(Es sind) diejenigen, die glauben und deren Herzen im Gedenken Allâhs Ruhe finden. Sicherlich, im Gedenken Allahs finden die Herzen Ruhe!“ (Sûra 13:28).

Ein Zeichen der Annahme besteht darin, dass du die Sünde und deren Nähe verabscheust und Allâh darum bittest, dich von ihr fernzuhalten, indem du sagst: „O Allâh, mach mir den Glauben lieb und schmücke ihn in meinem Herzen aus! Lass mich das Leugnen des Islâm, den Frevel und die Sünden verabscheuen und lass mich zu den Besonnenen gehören!

6. Hoffnung und vermehrte Bittgebete:

Die Furcht vor Allâh allein reicht nicht aus. Sie bedarf ihres Ebenbildes, der Hoffnung. Denn Furcht ohne Hoffnung erzeugt Frust und Verzweiflung. Und Hoffnung ohne Furcht führt dazu, dass man sich vor der Strafe Allâhs sicher fühlt. All diese Dinge sind tadelnswert und beeinflussen die Glaubensgrundlage und Anbetungshandlung des Menschen negativ.

Die Hoffnung auf die Annahme der Werke und die gleichzeitige Furcht vor der Ablehnung schenken dem Menschen Bescheidenheit und Ehrfurcht vor Allâh dem Erhabenen, was seinen Glauben stärkt. Wenn Hoffnung existiert, hebt der Mensch seine Hände und bittet Allâh um die Annahme seiner Taten. Schließlich ist Er allein dazu in der Lage. Dies taten bereits unser Vater Abraham, der Freund des Allerbarmers, und sein Sohn Ismail (Friede sei mit ihnen), wie Allâh uns in deren Geschichte über den Bau der Ka'ba berichtet: „Und (gedenkt,) als Ibrahim die Grundmauern des Hauses errichtete, zusammen mit Ismâ'îl, (da beteten sie): „Unser Herr, nimm (es) von uns an. Du bist ja der Allhörende und Allwissende.“ (Sûra 2:127).

7. Die Erleichterung der frommen Taten und die Abwendung von den Sünden:

Makellos ist Allâh! Wenn Allâh von dir eine gute Tat annimmt, erleichtert Er dir eine weitere, nicht von dir geplante und hält dich von den Sünden fern, selbst wenn du dich ihnen näherst.

Der Erhabene sagt: „Was nun jemanden angeht, der gibt und gottesfürchtig ist und das Beste für wahr hält, so werden Wir ihm den Weg zum Leichteren leicht machen. Was aber jemanden angeht, der geizt und sich für unbedürftig hält und das Beste für Lüge erklärt, so werden Wir ihm den Weg zum Schwereren leicht machen.“ (Sûra 92:5-10).

8. Die Liebe zu den Frommen und die Abscheu vor den Sündern:

Ein Zeichen für die Annahme der guten Taten besteht darin, dass Allâh deinem Herzen die Liebe zu den frommen Leuten schenkt und dich die Sünder verabscheuen lässt. Imâm Ahmad überlieferte von Al-Barâ ibn Âzib  möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass der Gesandte Allâhs (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) sagte: „Das stärkste Anzeichen des Glaubens ist, dass du für Allâh liebst und für Allah hasst.“

Liebe Schwester, lieber Bruder!

Sag mir, wen du liebst, mit wem du verkehrst und wem du zugeneigt bist, und ich sage dir, wer du bist! Ibn Atâllâh As-Sakandarî sagte: „Wenn du deine Stellung bei Allâh wissen möchtest, dann sieh, wo Er dich hingebracht hat!“

Unsere Liebe und unser Hass, unser Geben und unser Geiz, unsere Taten und unsere Unterlassungen müssen für Allâh den Makellosen, Der keinen Teilhaber hat, geschehen, wie es der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) sagte: „Wer für Allâh liebt, für Allâh hasst, für Allâh gibt und für Allâh geizig ist, der hat den Glauben vervollständigt.“ Überliefert von Ahmad nach einer Aussage von Mu'âdh ibn Anas und anderen.

9. Vermehrtes Bitten um Vergebung:

Viele seiner Anbetungshandlungen und frommen Handlungen sollte der anbetend Dienende mit einem Bitten um Vergebung abschließen. So sehr sich jemand auch bemüht, seine Arbeit zu vervollkommnen, so ist diese doch immer unvollständig und fehlerhaft. Nachdem der anbetend Dienende den Haddsch verrichtet hat, sagt ihm Allâh der Erhabene: „Hierauf strömt weiter, woher die (anderen) Menschen weiterströmen, und bittet Allâh um Vergebung. Allâh ist Allvergebend und Barmherzig.“ (Sûra 2:199).

Der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) lehrte uns, nach dem Gebet Allâh drei Mal um Vergebung zu bitten. Diejenigen, die das freiwillige Gebet in der Nacht verrichten, bitten nach dem Lesen des Qurân und der Bittgebete um Vergebung. Allâh der Erhabene sagt: „...und im letzten Teil der Nacht pflegten sie um Vergebung zu bitten...“ (Sûra 51:18).

Er riet dem Propheten (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) mit folgender Aussage: „Wisse also, dass es keinen Gott außer Allâh gibt. Und bitte um Vergebung für deine Sünde und für die gläubigen Männer und die gläubigen Frauen.“ (Sûra 47:19).

Weiterhin wies Er ihn an, nach seinem von Anbetung und Mühen für Allâh gefüllten Leben um Vergebung zu bitten: „Wenn Allâhs Hilfe kommt und der Sieg und du die Menschen in Allâhs Religion in Scharen eintreten siehst, dann lobpreise deinen Herrn und bitte Ihn um Vergebung; gewiss, Er ist Reue-Annehmend.“ (Sûra 110:1-3)

Der Prophet pflegte in seiner Verbeugung und Niederwerfung zu sagen: „Makellos bist Du, o Allâh! Unser Herr, der Lobpreis gebührt Dir. O Allâh, vergib mir!“ Überliefert von Al-Buchârî.

10. Ständiges Verrichten frommer Taten:

Der Weg des Propheten (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) war von der ständigen Verrichtung frommer Taten geprägt. Von Âischa  möge Allah mit ihr zufrieden sein ist überliefert, dass sie sagte: „Wenn der Gesandte Allâhs (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) eine Tat verrichtete, beharrte er auf ihr.“ Überliefert von Imâm Muslim.

Die liebste Tat bei Allâh und Seinem Gesandten ist die dauerhafte, selbst wenn sie gering ist. Der Gesandte Allâhs (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) sagte: „Die liebste Tat bei Allâh ist die dauerhafte, selbst wenn sie gering ist.“ Überliefert von Al-Buchârî und Imâm Muslim.

Es gibt eine frohe Botschaft für den, der eine fromme Tat beständig verrichtet und sie dann auf Grund von Krankheit, Reise oder Schlaf unterbricht. Dann wird für ihn die Belohnung dieser Handlung trotzdem niedergeschrieben. Der Gesandte Allâhs (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) sagte: „Wenn der anbetend Dienende erkrankt oder verreist, wird für ihn das niedergeschrieben, was er ansässig und gesund verrichtete.“ Überliefert von Al-Buchârî.

Er (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) sagte weiter: „Niemand betet in der Nacht, worauf ihn der Schlaf überwältigt, ohne dass Allâh ihm die Belohnung seines Gebetes niederschreibt und sein Schlaf als Almosen für ihn selbst gilt.“ Überliefert von An-Nasâî.

Möge Allâh uns gemeinsam zu den Angenommen zählen und unser Fasten, unser rituelles Gebet, unseren Haddsch und jede fromme Tat annehmen! Möge Er uns vor dem Höllenfeuer bewahren!

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