Frauen haben im Islâm einen hohen Stellenwert – Teil 2

Frauen haben im Islâm einen hohen Stellenwert – Teil 2
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Der Islâm erlaubt es der Frau auch, die Scheidung zu beantragen, wenn ihr Mann ihr Unrecht tut, denn auch sie ist ein in Ehren gehaltenes Geschöpf. Im Qurân heißt es hierzu: „Und Wir haben ja die Kinder Adams geehrt; Wir haben sie auf dem Festland und auf dem Meer getragen und sie von den guten Dingen versorgt, und Wir haben sie vor vielen von denen, die Wir erschaffen haben, eindeutig bevorzugt“ (Sûra 17:70).

Das Zusammenleben mit der Ehefrau in Güte ist keine Option, die der Ehemann nach eigenem Gutdünken wählen kann. Es ist vielmehr eine religiöse Verpflichtung.

Wir wissen nicht, wer Frauen keine Ehre erweist und sie erniedrigt. Ist es wirklich ihr Herr, der Barmherzige, der Edle, der am besten Seine Geschöpfe kennt; Er, der Sanfte, der Allkundige? Allâh sagt: „Gewiss, muslimische Männer und muslimische Frauen, gläubige Männer und gläubige Frauen, ergebene Männer und ergebene Frauen, wahrhaftige Männer und wahrhaftige Frauen, standhafte Männer und standhafte Frauen, demütige Männer und demütige Frauen, Almosen gebende Männer und Almosen gebende Frauen, fastende Männer und fastende Frauen, Männer, die ihre Scham hüten und Frauen, die (ihre Scham) hüten, und Allâhs viel gedenkende Männer und gedenkende Frauen für (all) sie hat Allâh Vergebung und großartigen Lohn bereitet“ (Sûra 33:35).

Oder sind es doch diejenigen, die die Frau als Ware behandeln, und wenn ihr Verfallsdatum abgelaufen ist, werfen sie sie beiseite?

Dies ist der besondere Stellenwert, der den Frauen im Islâm zugesprochen wird. Anschauungen, die lediglich dem Geist des Menschen entspringen, sind nicht in der Lage, die Würde der Frau in gebührender Weise zu bewahren. In solchen Systemen unterlässt es ein Vater, für seine Tochter zu sorgen, sobald sie achtzehn Jahre oder noch jünger ist, und sie ist gezwungen, aus dem Haus auszuziehen und nach Unterkunft und Verpflegung zu suchen, um ihren Hunger zu stillen, selbst auf Kosten ihrer Ehre und ihrer hehren Moral.

Kann man die von Menschen geschaffenen Systeme mit dem Islâm vergleichen, wenn es darum geht, Frauen zu ehren und sie als würdevolle Menschen zu betrachten? Diese Systeme sehen sie als Quelle der Sünde an, berauben sie ihres Rechts auf Eigentum und Verantwortung, zwingen ihr ein Leben der Erniedrigung und Entwürdigung auf und halten sie sogar für rituell unrein?

Kann die Ehre, die der Frau im Islâm zuteilwird, mit den Systemen verglichen werden, die sie als Ware ansehen, sie als Objekt betrachten und ihren Körper als Werbeträger für kommerzielle Zwecke missbrauchen?

Kann die Ehre, die Frauen im Islâm zuteilwird, mit den Systemen verglichen werden, die die Ehe als Verkaufsgeschäft betrachten, bei dem der Mann das Eigentum seiner Frau übernimmt? Es kamen sogar einige ihrer Gremien einst zusammen, um über das Wesen und die Seele der Frau zu diskutieren und zu entscheiden, ob eine Frau überhaupt als Mensch betrachtet werden kann oder nicht.

Auf diese Weise kommen wir zu der Erkenntnis, dass eine muslimische Frau unter der Obhut des Islâm das Glück in ihrem irdischen Dasein mit ihrer Familie genießt, sich der Fürsorge ihrer Eltern und ihres Ehemanns und der Treue ihrer Kinder erfreut – sei es in ihrer Kindheit, ihrer Jugend oder im Alter, sei es in einem Zustand der Armut oder des Reichtums, der Gesundheit oder der Krankheit.

Falls die Rechte muslimischer Frauen in einigen muslimischen Ländern oder von einigen Personen, die dem Islâm angehören, untergraben werden, so ist dies auf Unkenntnis der jeweiligen Menschen und Missachtung der Regeln der Scharîa zurückzuführen. Die Sünde wird von demjenigen getragen, der sich an diesen Regeln vergangen hat, wobei der Islâm nicht für die Folgen dieser Unzulänglichkeiten verantwortlich gemacht werden kann. Die Abhilfe für diesen Fehler liegt in der Rückkehr zur Lehre des Islâm und seiner Weisung, um den Fehler zu korrigieren.

Der hohe Stellenwert der Frau im Islâm symbolisiert in prägnanter Form: Keuschheit, Schutz, Zuneigung, Barmherzigkeit, Fürsorge und Ähnliches.

Leider kennt die gegenwärtige Gesellschaft kaum eine dieser Bedeutungen, da sie ein rein materialistisches Frauenbild vertritt. Sie nimmt Hidschâb und Keuschheit als Zeichen der Rückständigkeit wahr – die Frau müsse ein Spielball in den Händen eines jeden ausschweifenden Menschen sein. Für sie ist dies der Schlüssel zum wahren Glück!

Sie haben nicht erkannt, dass die Zurschaustellung der Schönheit einer Frau und ihre Unsittlichkeit die eigentlichen Gründe für ihr Elend und ihre Pein sind. Was haben sonst Fortschritt und Bildung mit der Zurschaustellung von Schönheit, der Begegnung mit fremden Männern, dem Entblößen der Brüste und Oberschenkel zu tun? Gehört das Tragen enger, durchsichtiger und kurzer Kleidung zu den Bildungsmaßnahmen und trägt es auf irgendeine Weise zur Kultur bei?

Welche Würde liegt in der Darstellung hübscher Frauen in der Werbung? Warum werden nur hübsche Frauen benutzt, um für Produkte zu werben, und sobald sie ihre Blütezeit und ihren Charme hinter sich haben, werden sie nicht mehr beachtet und wie ein Auslaufmodell weggeworfen?

Welchen Stellenwert hat die Frau von bescheidener Schönheit in ihrer eigenen Gesellschaft? Welchen Stellenwert haben Großmütter oder ältere Frauen im Allgemeinen? Im besten Fall würde sie in einer Pflegeeinrichtung für ältere Menschen untergebracht werden, ohne dass sie jemand besuchen oder nach ihr fragen würde.

Sie bekommt womöglich eine Altersrente oder Ähnliches, um sie bis zu ihrem Ableben zu versorgen, und niemand aus ihrer Familie oder von ihren Freunden wird für sie da sein!

Im Gegensatz dazu gilt im Islâm: Je älter die Frau wird, desto größer ist der Respekt und ihre Rechte. Ihre Kinder und Verwandten wetteifern darum, ihr gegenüber pflichtbewusst zu handeln, denn in ihrer Blütezeit hat sie ihre Pflichten bereits erfüllt. Nun sind ihre Kinder, Enkel, Verwandten und die Gesellschaft an der Reihe, ihre Pflichten ihr gegenüber zu erfüllen.

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