Ramadân und der beste Abschied – Teil 2

Ramadân und der beste Abschied – Teil 2
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d) Du sollst nur die Guten zu Freundinnen nehmen
Nimm diejenigen zu Freundinnen, die dir beim Gehorsam gegenüber Allâh helfen! Denn jede Person folgt oft der Religion ihres Freundes, und die Freunde werden am Tag der Auferstehung einander Feinde sein, es sei denn die Gottesfürchtigen.

 

 

e) Beschäftige dich mit der Güte!
Kümmere dich um deine Religion und verbreite sie unter den Menschen, beschäftige dich mit dem Aufruf zu Allâh durch deine Charakterzüge, dein Verhalten und deine Taten, bevor du dies durch Worte tust! Wisse, dass Allâh dich in Seiner Religion stärken wird, da Er sieht, dass du für Ihn arbeitest und deine Zeit um Seinetwillen aufwendest! Gewiss, Allâh ist stets zu Dank bereit und nachsichtig und vervielfacht die Belohnung für denjenigen, den Er will.

Meine liebe Schwester im Islâm! Wie du den Ramadân wie einen Abschiednehmenden mit den verschiedenen Anbetungshandlungen empfangen hast, so sollst du dich von ihm wie diejenigen verabschieden, die die darauf folgenden Monate auch mit den verschiedenen Anbetungshandlungen empfangen werden, denn alle Tage gehören Allâh und der Herr des Ramadân ist der Herr vom Rest des Jahres.

 

 

Du hast die Tage des Monats aus dem Glauben und aus der Hoffnung auf Allâhs Belohnung heraus gefastet und hast seine Nächte und die Nacht der Bestimmung aus dem Glauben und aus der Hoffnung auf Allâhs Belohnung heraus im Gebet verbracht. Der Glaube und die Hoffnung auf Allâhs Belohnung sind nämlich Voraussetzungen für jede Anbetungshandlung zu jeder Zeit: „Und nichts anderes wurde ihnen befohlen, als nur Allâh zu dienen und (dabei) Ihm gegenüber aufrichtig in der Religion (zu sein) ...“ (Sûra 98:5). So lass ebenfalls dein freiwilliges Fasten nach dem Ramadân, deine Taten, deine Suche nach nützlichem Wissen, deine Standhaftigkeit, deine Almosen, all deine guten Taten und deine Anbetungshandlungen dem Glauben und der Hoffnung auf Allâhs Belohnung entspringen! Denn die Hoffnung auf Allâhs Belohnung stellt den Kern der Aufrichtigkeit und der Nähe zu Allâh dar. Sie ist die Aufgabe des ganzen Lebens und nicht die eines Monats.

 

 

Du hast die rituellen Gebete ehrfürchtig verrichtet und die Niederwerfungen und Beugungen vollkommen vollzogen. Dieses Gebet wurde vorgeschrieben, um Allâhs zu gedenken: „... So diene Mir und verrichte das Gebet zu Meinem Gedenken.(Sûra 20:14). Würdest du also Allâhs an allen Tagen Allâhs gedenken?

 

 

Dass du im ganzen Monat allein oder in der Moschee hinter dem Imâm die freiwilligen Nachtgebete verrichten konntest, beweist, dass du zu langen freiwilligen Nachtgebeten fähig bist; daher sollst du sie in den übrigen Monaten des Jahres nicht vernachlässigen. Nach dem Ramadân sollst du die freiwilligen Nachtgebete einhalten, denn sie sind die Ehre des Gläubigen, und du sollst im Rest des Jahres nicht auf deine Ehre verzichten.

 

 

Du hast den ganzen Qurân im Ramadân einmal oder öfter durchgelesen. Wenn du also allen Hindernissen und Banalitäten ferngeblieben bist, damit du dies schaffen kannst, dann wirst du ihnen bestimmt auch fernbleiben können, um an den anderen Tagen mehr im Qurân lesen zu können.

Du hast dein Herz, deinen Verstand und deine Gliedmaßen so gut es ging vor dem, was harâm ist, im Monat Ramadân bewahrt, aber das Fernhalten dieser Gliedmaßen von dem, was harâm ist, geht nicht mit dem Sonnenuntergang oder mit dem Beginn des Festes zu Ende, denn es ist von Allâh im ganzen Jahr vorgeschrieben: „... Gewiss, Gehör, Augenlicht und Herz, - all diese -, danach wird gefragt werden.“ (Sûra 17:36).

 

 

Die Beziehung zu deinen Verwandten, Brüdern, Schwestern, Nachbarn und Familienangehörigen hast du im Ramadân gepflegt, dann halte sie nach Ramadân nicht für gestorben, denn das Fasten belebt dein Herz in diesem tugendhaften Monat und bewegt dich zur Pflege der Beziehungen zu ihnen, damit diese Pflege immer aufrechterhalten wird!

 

 

In diesem deinem Monat warst du freigebig und großzügig, aber dein unsterblicher und ewig lebender Herr ist noch freigebiger, großzügiger und reicher, also behandle Seine anbetend Dienenden so freigebig und großzügig, wie du von Ihm behandelt werden willst, damit Er dir die Wonnen des Paradieses gönnt!

 

 

Verpflichte dich zum Gehorsam gegenüber Allâh, während du noch am Ende einer Zeit des Gehorsams bist! Dein Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) pflegte sich in seinem Bittgebet, das als das Höchste aller Bittgebete um Vergebung bekannt ist, zum Gehorsam gegenüber Allâh zu verpflichten: O Allâh, Du bist mein Herr. Es gibt keine Gottheit außer Dir. Du hast mich erschaffen und ich bin Dein anbetend Dienender. Ich halte fest an meinem Bund mit Dir und an meinem Versprechen an Dich, solange ich dies einzuhalten vermag.Dieser Hadîth wurde von Al-Buchârî überliefert.

 

 

Es ist eine große Gunstbezeigung und umfassende Barmherzigkeit, wenn dir am Ende des Ramadân vergeben wird. Also bewahre diese Gunstbezeigung und verwandle sie nicht in einen Fluch, indem du nach dem Ende des Ramadân zum Ungehorsam zurückkehrst!


O Allah, lass uns den Ramadân mehrere Male im Gehorsam Dir gegenüber und im Genuss Deiner Zufriedenheit mit uns erleben, und nimm unser Gebet, unser Fasten und unsere Qurân-Rezitation an!

 

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