Erklärung des Hadîthes: „Das Gebet, und was eure rechte Hand besitzt!“
Fatwâ-Nummer: 135368

  • Fatwâ-Datum:10-5-2010
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Frage

Ich möchte den Hadîth des Propheten Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken verstehen, und zwar als er sagte: „Das Gebet, das Gebet und was eure rechte Hand besitzt!“

Antwort

Der Lobpreis ist Allâhs! Möge Allâh Seinen Gesandten in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken!

 

Im erwähnten Hadîth bekräftigt der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken die Wichtigkeit des Gebetes sowie das Achtgeben auf die Gebete und deren Verrichten zu deren jeweiligen Zeiten auf die richtige und beste Weise.

So will er  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken uns sagen: Bleibt standhaft bei der Verrichtung der Gebete, vernachlässigt sie nicht und verrichtet sie auf die beste Weise! Der Hadîth weist uns auch darauf hin, Rücksicht auf die Sklaven oder auf die Tiere zu nehmen, die man besitzt.

Der Hadîth lautet vollständig: Von Umm Salama wird berichtet: "Der Prophet sagte, als er an der Krankheit litt, an der er  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken starb: «Das Gebet, und was eure rechte Hand besitzt!» Er hörte nicht auf, diese Worte zu wiederholen.“ (Ibn Mâdscha;, von Al-Albânî als authentisch eingestuft)

Abû Dâwûd überlieferte nach einer Aussage von Alî mit einem anderen Wortlaut: „Das Letzte, was der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken sprach, war: «Das Gebet, das Gebet und fürchtet Allâh in dem, was eure rechte Hand besitzt!»“ (Von Al-Albânî für authentisch erklärt)

Al-Albânî erklärte diesen Hadîth und sagte bei „Sunan Abû Dawûd“:

- Das Gebet, das Gebet! Folgendes kommt vor diesem Wort: „Gebt acht!“ oder „Werdet nicht nachlässig bei der Verrichtung des Gebets und verrichtet es auf die beste Weise!“

 

- Fürchtet Allâh in dem, was eure rechte Hand besitzt! Hier wird auf das gute Behandeln der Sklaven hingewiesen und darauf, dass man ihnen Erleichterung gewähren soll. Es wird auch gesagt, gemeint sei, dass man die Zakat für die Sklaven entrichtet. At-Taurabaschtî sagte: "«Was eure rechte Hand besitzt» sind die Sklaven. Es wurde hier mit dem Gebet erwähnt, da die Speisung und Kleidung der Sklaven genauso Pflicht ist wie die Verrichtung des Gebetes.

Einige Gelehrten haben auch noch die Tiere, die man besitzt, dazu gerechnet (also was man als rechte Hand besitzt).“

 

Und Allâh weiß es am besten.

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