Sehr dringend... An meine muslimischen Schwestern im Ramadân - Teil 2

27/07/2010| IslamWeb

Die Frau und das Ramadân-Gebet : Der Ramadân hebt sich von anderen Monaten durch das Tarâwîh-Gebet ab. Alhamdulillâh kommen viele Frauen und Mädchen zu diesem Gebet in die Moschee. Allerdings solltest du, damit du den vollen Lohn erhältst, folgende Dinge für dich selbst und deine Töchter beachten und es anderen Schwestern raten:

 
- Mädchen und Frauen müssen beim Verlassen des Hauses ein Kopftuch und die richtige islâmische Kleidung tragen. Man darf daher keine Hosen, enge oder kurze Kleider oder andere prächtige oder parfümierte Kleidung tragen. Vielmehr sollten sie weite und saubere Gewänder für das Gebet tragen.
 
- Das Gewand sollte aus undurchsichtigem Stoff und weder geschmückt, bunt oder irgendwie auffällig sein.
 
- Die Kopfbedeckung sollte groß, lang, undurchsichtig und frei von jeglicher Art von Perlen oder Stickereien sein.
 
- Es soll weder Parfum noch Räucherwerk benutzt werden. Dies ist unter den Betenden leider sehr verbreitet, so dass man ihren Geruch schon von weitem wahrnimmt. In einem authentischen Hadîth wird von Allâhs Gesandten  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken berichtet, dass er sagte: "Wenn eine Frau sich parfümiert und an Leuten vorbeigeht, die ihren Geruch wahrnehmen, so ist sie eine Unzuchttreibende..."
 
Und im Buch Sahîh Sunan von Abû Dawûd sagt der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken : "Eine Frau, die durch Räucherwerk parfümiert wurde, soll nicht mit uns das Nachtgebet verrichten!" Ibn Nafîl sagte: "Das Nachtgebet ist das letzte (Gebet)." Dies hindert allerdings nicht am Wahren der Sauberkeit und dem täglichen Wechseln der Kleidung, damit sich kein Schweißgeruch festsetzt und die Menschen sich ekeln.
 
- Man soll sich in der Moschee wenig bewegen oder umsetzen und auch nicht zwischen den Betenden laufen oder sich laut unterhalten und lachen. Leider sehe ich bei einigen Mädchen und Frauen, dass sie laut lachen und sich viel bewegen und die Betenden die ganze Zeit über stören. Sie sollen sich während des Gebets oder der Ansprache des Imâms nicht über weltliche Dinge, wie das Einkaufen, unterhalten.
 
- Sie sollen das Handy während des Gebets ausschalten. Die Engel hassen Musik und die Leute werden dadurch von ihrem Gebet abgelenkt, vor allem durch diese seltsamen Klingeltöne. Wenn die Musik sogar zu Hause verboten ist, wie ist es dann erst in der Moschee!
 
- Sie sollen sich beim Hinausgehen nicht drängeln, damit keine Vermischung mit Männern entsteht. Vielmehr sollen sie ein bisschen warten, bis es sich an diesem Ort beruhigt hat, damit die Versuchung verschwindet. Sie sollen sich beim Hinausgehen nicht versammeln, sondern vielmehr Ruhe bewahren.
 
- Einige Mütter gehen zum Gebet und lassen ihre kleinen Kinder unbeaufsichtigt zu Hause. Vielleicht machen die Kinder dann unerwünschte Dinge. Wir raten unseren Schwestern und Müttern daher, diese Kinder nicht alleine zu Hause zu lassen, damit die Mutter bei ihrer Rückkehr keine böse Überraschung erlebt. Wir möchten jede Muslimin darauf hinweisen, dass die Frau ihr Gebet eigentlich zu Hause verrichten sollte und dort auch die größere Belohnung erhält.
 
Im Sahîh-Werk des Ibn Chuzaima steht: Die Frau des Abû Hamîd As-Sâ`idî kam zum Propheten  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken : "O Allâhs Gesndter  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken , ich liebe wahrlich das Gebet mit dir!" Er sagte: "Ich habe bereits erfahren, dass du das Gebet hinter mir liebst. Das Gebet an deinem Schlafplatz ist besser für dich als das Gebet in deinem Zimmer. Und das Gebet in deinem Zimmer ist besser für dich als das Gebet in deinem Haus. Und das Gebet in deinem Haus ist besser für dich als das Gebet in der Moschee deines Stammes. Und das Gebet in der Moschee deines Stammes ist besser für dich als das Gebet in meiner Moschee." Da ordnete sie den Bau einer Moschee im hintersten und dunkelsten Teil ihres Hauses an. Dort pflegte sie zu beten, bis sie starb.
 
- Leider gibt es manche Mädchen (möge Allâh sie rechtleiten!), die unter dem Vorwand, das Tarâwîh-Gebet zu verrichten, das Haus verlassen, allerdings nach dessen Verrichtung vielleicht mit ein paar Freundinnen in die Stadt oder gar zu verwerflichen Plätzen gehen, die sich die Eltern kaum vorstellen können. Es ist also wichtig, dass die Mutter ihre heranwachsenden Töchter behütet und sich davon überzeugt, dass sie wirklich nur zum Gebet gehen.
 
Letztendlich möchte ich anmerken, dass die Teufel unter den Menschen, nachdem die Teufel unter den Dschinn ja gefesselt wurden, darauf hinaus sind, dich den Ramadân nicht genießen zu lassen. Vielmehr werden sie versuchen die Lücke ihrer Brüder zu schließen, um uns diesen Monat mit Fernsehserien, Filmen, Videos, Ramadân-Spielen, Musik und sinnlosen Programmen vergeuden zu lassen. Pass also auf dich und deine Familie auf, und lasse Dir diesen Monat nicht durch die Finger gehen oder seine Belohnung entwischen! Im Ramadân hat man keine Zeit für solche Nichtigkeiten und Zeitverschwendung. Ich bitte Allâh darum, ihn für uns und die Muslime allesamt zu einem Monat des Guten und Segens zu machen.

Sehr dringend... An meine muslimischen Schwestern im Ramadân – Teil 1

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