
7.B Großzügigkeit der Rechtschaffenen während des Haddsch:
Fazit: Großzügigkeit, Geben, Schenken und Freigebigkeit gehören zu den lobenswerten Eigenschaften. Daher wird Allâh der Erhabene selbst mit der Eigenschaft der vollkommenen Freigebigkeit beschrieben. Der Prophet (möge Allâh ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken), sagte: „Wahrlich, Allâh ist freigebig und liebt die Freigebigkeit“ (At-Tirmidhî, Al-Bazzâr und andere von Sa‘d ibn Abû Waqqâs). Dieser Hadîth ist zwar in seiner Überlieferungskette umstritten, aber es gibt andere Hadîthe, die ihn stützen.
Der Prophet (möge Allâh ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) war der freigiebigste Mensch. In den beiden Sahîh-Sammlungen (Al-Buchârî und Muslim) wird von Anas überliefert, dass er sagte: „Der Prophet (möge Allâh ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) war der beste, der mutigste und der freigiebigste Mensch.“ Seine Freigebigkeit (möge Allâh ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) vervielfachte sich in besonderen Zeiten und an besonderen Orten. Im langen Hadîth von Dschâbir über die Beschreibung des Haddsch des Propheten (möge Allâh ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) heißt es: „Dann ging er zum Schlachtplatz und schlachtete dreiundsechzig Kamele mit seinen eigenen Händen. Dann übergab er an Alî und dieser schlachtete den Rest. So ließ er ihn am Schlachtopfer teilhaben. Dann befahl der Prophet, von jedem Kamel ein Stück Fleisch zu nehmen und in einen Topf zu legen. Es wurde gekocht, und sie aßen von dem Fleisch und tranken von der Brühe.“
Vergleiche das Opfer von hundert Kamelen durch den Propheten mit der heutigen Zeit, in der viele Menschen Schwierigkeiten haben, ein einziges Schaf zu opfern. Manche wählen sogar die weniger vorzuziehende Art des Haddsch, um das Schlachtopfer zu vermeiden!
Allâh hat diese Angelegenheiten in Seinem Buch erwähnt und den Haddsch zu einem Ort der gegenseitigen Unterstützung, des Gebens und der Empathie für andere gemacht, um die Bedürfnisse der Armen und Hungrigen zu stillen. Allâh der Erhabene sagt: „... damit sie (allerlei) Nutzen für sich erfahren und den Namen Allâhs an wohlbekannten Tagen über den aussprechen, womit Er sie an den Vierfüßlern unter dem Vieh versorgt hat. Esst (selbst) davon und gebt dem Elenden, dem Armen zu essen“ (Koran 22:28). „Wenn sie nun auf die Seite umgefallen sind, dann esst davon und gebt dem bescheidenen (Qâni) und dem fordernden (Armen, Mu‘tarr) zu essen. So haben Wir sie euch dienstbar gemacht, auf dass ihr dankbar sein möget“ (Koran 22:36). Der Qâni ist derjenige, der die Menschen trotz seines Hungers und seiner Armut nicht aufdringlich bittet, und der „Mu’tarr“ ist der Arme, der die Menschen um Almosen bittet.
Sei während des Haddsch eifrig im Geben, Schenken und in der Freigebigkeit. Dir gebührt die Ehre der Zeit, des Ortes und des Zustands. Zu den Formen des Gebens, Schenkens und der Freigebigkeit während des Haddsch gehören:
- Die Finanzierung des Haddsch für arme Menschen, die ihn sich nicht leisten können, und die Versorgung mit allem, was sie brauchen, so wie es die Rechtschaffenen taten.
- Das Spenden von Essen. Das Spenden von Essen hat einen großen Lohn. Allâh sagt: „und sie geben – obwohl man sie liebt – Speise zu essen einem Armen, einer Waisen und einem Gefangenen“ (Koran 76:8).
- Das Verteilen von kühlem Wasser, da es viel Gedränge und Durst gibt.
- Das Spenden von Geld: Das Spenden von Geld gehört zu den größten gottesdienstlichen Handlungen und den edelsten Taten. Es gibt sehr viele Verse und Hadîthe über den Vorzug des Spendens. Unter den Bedürftigen befinden sich die Armen und die Hilfesuchenden. Gibt man ihnen, so stillt man ihren Hunger, lindert ihre Not und macht sie vom Betteln unabhängig, selbst wenn es nur ein geringer Geldbetrag ist. Der Prophet (möge Allâh ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) sagte: „Schützt euch vor dem Höllenfeuer, und sei es nur mit einer halben Dattel. Wer dies nicht kann, der soll es mit einem guten Wort tun.“
Ich möchte hinzufügen, dass es viele Formen des Gebens, Schenkens, der Freigebigkeit und des Großmuts während des Haddsch gibt. Wer sie aufrichtig sucht, dem wird Allâh sie gewähren. O ihr Pilger zum Haus Allâhs, vollzieht den Haddsch so, wie ihn die Rechtschaffenen vollzogen haben, so gebt und spendet. Hütet euch vor Geiz und Knauserei, denn das Spenden hat einen großen Effekt, um Unglück abzuwenden. Ibn Al-Qayyim sagte: „Das Spenden hat eine erstaunliche Wirkung, um verschiedene Arten von Unglück abzuwenden, selbst wenn es von einem Frevler, einem Ungerechten oder sogar einem Glaubensverweigerer geleistet wird. Denn Allâh der Erhabene wendet damit verschiedene Arten von Unglück ab. Dieses Wissen ist allgemein verbreitet und wird sowohl von Gelehrten als auch von einfachen Menschen erkannt. Es ist eine Erfahrung, die jeder Mensch auf der Erde gemacht hat und daher als wahr bestätigt.“