Schlimmer als blinder Gehorsam in Geboten und Verboten

14-4-2014 | IslamWeb

Frage:

Allh der Erhabene
sagte: Sie haben ihre Schriftgelehrten und ihre Mönche sowie auch Jesus,
den Sohn Maryams, zu Herren neben Allh genommen... (Sra 9:31) Der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten
und ihm Wohlergehen schenken) erklärte Adiyy ibn Htim, dass mit dem im Vers erwähnten Zu-Herren-Nehmen nicht das
direkte Zum-Herren-Nehmen und die offenkundige Anbetung gemeint ist, sondern ihnen
zu gehorchen, wenn sie etwas gebieten oder verbieten. Warum hat dann der Vers direkt
danach den Messias, den Sohn Maryams, erwähnt, den die Christen sich zum Herren
und Gott nahmen? Wenn sich diese Bedeutung auf den Messias beziehen wrde, wäre
die Bedeutung des Verses wie folgt: Sie gehorchten dem Messias in dem, was er
ihnen gebot und verbot. Dies ist jedoch in keiner Weise zu kritisieren. Wie
sehen Sie das? Möge Allh ihnen Erfolg verleihen!

Antwort:

Der Lobpreis gebhrt Allh und möge Allh Seinen Gesandten sowie dessen Familie und Gefährten in Ehren halten und ihnen Wohlergehen schenken!

 

Und nun zur Frage:

 

Sie beteten Jesus (Frieden sei auf ihm) nicht in dem Sinne an, dass sie ihm blind in dem gehorchten, was ihm offenbart wurde, sondern weil sie ihn zum Gott machten und ihn zum Sohn Allhs erklärten. Hocherhaben ist Allh darber! Das ist weitaus gefährlicher als einem Menschen blind in dem zu gehorchen, was er gebietet und verbietet.

 

Al-Als schrieb in seinem Tafsr: Und der Messias, der Sohn Maryams, wurde im gleichen Zusammenhang mit ihren Mönchen erwähnt, weil sie ihn zu einem Objekt der Anbetung machten bzw. ihn zum Sohn Allhs erklärten.

 

Und Allh weiß es am besten!

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