Vermögensaufteilung unter den einzigen Söhnen lange vor dem Ableben des Eigent├╝mers
Fatwâ-Nummer: 122717

  • Fatw├ó-Datum:25-5-2009
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Frage

Darf man all sein Eigentum unter den einzigen zwei Söhnen verteilen, wenn man auf Grund des Alters nicht davon ausgeht, in naher Zukunft zu sterben? Wie wird dies beurteilt, wenn noch weitere eventuelle Erben am Leben sind, wie etwa Enkel, Ehefrau, Geschwister, Frau des Vaters oder andere? Was sagt der Isl├óm, wenn die Besitzt├╝mer im letzteren Fall unter dem Namen der zwei Söhne registriert werden, damit man die nicht-isl├ómischen Vermögenssteuern umgehen kann, wobei der Vater aber die volle Verf├╝gung ├╝ber die Besitzt├╝mer hat? Steht es den Söhnen nun zu, völlig frei ├╝ber diesen Besitz, der unter ihrem Namen registriert wurde, tatsächlich jedoch Eigentum des Vaters ist, zu verf├╝gen?

Antwort

Alles Lob geb├╝hrt All├óh, dem Herrn aller Welten, und möge All├óh Seinen Gesandten, dessen Familie und Gefährten in Ehren halten und ihnen Wohlergehen schenken.

 

Und nun zur Frage:

 

Es ist dem Vater zu Lebzeiten erlaubt, seinen Kindern sein Eigentum zu schenken, jedoch unter der Bedingung, dass er sie gerecht behandelt und ihnen die freie Verf├╝gung ├╝ber das Eigentum ├╝berlässt. Wenn er ihnen das Eigentum nicht ├╝bergeben und ihnen nicht die volle Verf├╝gung dar├╝ber gewähren sollte, gilt dies nicht als Schenkung. Wenn er dies trotzdem tat und stirbt, m├╝ssen diese Besitzt├╝mer als sein Nachlass betrachtet und gemäß dem isl├ómischen Erbrecht verteilt werden, wobei es unerheblich ist, ob er sie unter dem Namen seiner Söhne registriert oder f├╝r sich selbst behalten hat.

 

Und All├óh weiß es am besten.

 

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