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Sehr dringend... An meine muslimischen Schwestern im Ramadān - Teil 1

Sehr dringend... An meine muslimischen Schwestern im Ramadān - Teil 1

An all meine muslimischen Schwestern: As-Salâmu alaikum wa rahmatullâhi wa barakâtuh! Möge es dir, mir und jeder muslimischen Schwester auf Erden auch im neuen Jahr gut ergehen! Ich bitte Allâh, uns den Ramadân zu bescheren und unsere guten Taten besonders in diesem Monat anzunehmen und zu mehren.

 
Ich hoffe, dass du, liebe Schwester, in diesen Gedanken und Ideen etwas Nützliches für diesen besonderen Monat finden wirst:
 
Als erstes sollst du dich, liebe Schwester, über den anstehenden Ramadân freuen und dies auch deutlich machen. Der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken pflegte seinen Gefährten die frohe Nachricht über das Eintreffen des Monats Ramadân zu überbringen. So kannst auch du deine Familie und Nachbarn mit einem Anruf zum Beginn des Ramadâns beglückwünschen und sie an ihre Pflichten gegenüber Allâh erinnern.
 
Das Ziel dieses Handelns ist, Freude in die Herzen deiner Nachbarn und deiner Familie zu pflanzen, damit sie Liebe für diese segensreichen Tage verspüren und ihre islâmischen Pflichten mit Zufriedenheit und Liebe akzeptieren. Erfülle das Haus mit Zufriedenheit, während du auf den Ramadân wartest! Lass deine Kinder spüren, dass sie einen besonderen Gast empfangen werden!
 
Weise sie an, ihre Zimmer gründlich aufzuräumen, damit sie nichts von ihren Anbetungshandlungen abhält! Lege Optimismus und Ehrgeiz für diesen Monat an den Tag, selbst wenn du müde oder sogar krank sein solltest. Hüte dich davor, Aussagen wie Andere zu treffen, dass dieser Monat ein Monat des Elends und der Mühe sei, auf Grund des täglichen, vielen Kochens, dem vielen Abwasch und anderen Arbeiten! Denn dies festigt sich in den Herzen der Kleinen und prägt ihr Verständnis für ihr restliches Leben.
 
Der Ramadân ist der Monat der Großzügigkeit und des Edelmutes, des Guten und des Segens:
 
So setze die Liebe zu diesen Eigenschaften in die Herzen deiner Kinder und erwähne diese Dinge immer und immer wieder, bis ihre Herzen davon erfüllt sind! Erwähne den Ramadân oft als einen Monat des Guten und der Anbetungshandlungen, in dem der Qurân geoffenbart wurde. Es ist der Monat, in dem um Vergebung gebeten, gespendet und die Zakâ gegeben wird. Dies muss man verinnerlichen, und die Reichen sollen sich nach den Armen erkundigen und gütig zu ihnen sein. Lasse jedes deiner Kinder ein Geschenk von seinem eigenen Geld kaufen, um damit einen Armen oder Bedürftigen zu beschenken! Gib Kleidung, die nicht mehr benutzt wird oder die man nicht mehr braucht als eine Art Geschenk, nicht in Form einer Spende, damit die Gefühle des Beschenkten nicht verletzt werden!
 
Der Ramadân ist der Monat der gegenseitigen Liebe und Harmonie, der Läuterung der Seele und des Herzens:
 
Lehre deine Kinder die Notwendigkeit, das Herz zu läutern! Es darf also keinen Streit oder Kampf, keinen Zwist oder den Abbruch von Beziehungen geben! Freunde, Familienmitglieder und Nachbarn besuchen sich in diesem Monat oft gegenseitig. Die Verwandtschaftsbande werden gepflegt und diejenigen, die sich gestritten haben, versöhnen sich miteinander. Genauso ist es nicht erlaubt zu betrügen, zu täuschen, zu lügen, zu lästern, zu beleidigen oder gewalttätig zu sein. Denn wer es nicht unterlässt Schlechtes zu tun oder zu sagen, von dem braucht Allâh nicht, dass er für Ihn das Essen und Trinken unterlässt.
 
Der Ramadân ist der Monat der Anbetungshandlungen:
 
Kaufe jedem deiner Kinder einen Gebetsteppich und für die Mädchen auch noch Gewänder, damit sie ihren Kopf und ihre Haare bedecken können! Parfümiere die Teppiche und Tücher, damit sie gut aussehen und riechen und somit auf die Kinder anziehend wirken! Beziehe die Kleinen mit ein, wenn du das Gebet verrichtest! Wenn einer von den Jungen schon alt genug sein sollte, um mit seinem Vater in die Moschee zu gehen, so soll er dies tun. Wenn nicht, dann betet er einfach neben dir, so dass sich alle an das Gebet gewöhnen und die Bedeutung der Anbetungshandlung im Ramadân kennen lernen.
 
Der Ramadân ist der Monat des Qurâns:
 
Zuerst müssen wir uns selbst daran erinnern, dann müssen wir es in die Herzen unserer Kinder pflanzen. Im Ramadân begann die Offenbarung, so hat der Qurân in diesem Monat eine besondere Bedeutung und besonderen Wert bei seiner Rezitation, Unterrichtung, Erlernung und dem Beschäftigen mit ihm. Halte für jede Person in deinem Haushalt ein Qurân-Exemplar bereit! Für die Großen eine Ausgabe und für die Kleinen eine Ausgabe oder einen Teil davon. Es wäre gut, wenn sich alle zu einer Lesezeit versammeln und jeder einen Teil rezitiert und dann alle zusammen die Schönheit des Qurâns erleben. Frage jeden, wie viel er täglich gelesen hat! Belohne sie mit Geschenken und Anreiz, damit sie mehr rezitieren und sich das Haus mit dem Gedenken Allâhs füllt!
 
Der Ramadân ist nicht der Monat des Essens und Trinkens:
 
Vielmehr ist es eine Zeit, in der man sich als Anbetungshandlung davon trennt. Du sollst dich also nicht mit einer Vielzahl an Speisen und Getränken aufhalten, so dass du deinen Ramadân in der Küche verbringst! Damit meine ich nicht, dass du dich nicht um das Essen kümmern sollst. Vielmehr soll es nicht zu deiner Hauptbeschäftigung und der deiner Familie werden. Jeder sollte wissen, dass man sich mit dem Nötigsten zufrieden geben muss, um sich für etwas Bedeutenderes, nämlich die Anbetungshandlungen gegenüber Allâh, Zeit zu schaffen. Es ist sehr wichtig seine Zeit einzuteilen. Weder die Zeit die man zum Kochen und zur Vorbereitung des Essens aufwendet, noch irgendetwas anderes wird die Zeit an Nutzen übertreffen, in der man Allâhs gedenkt, betet und den Qurân rezitiert.
 
Gehöre im Ramadân nicht zu denen, die ihre Zeit in gesellschaftlichen Runden verbringen! Wenn doch, muss es ein geordnetes Programm geben, so dass z.B. jede Schwester etwas Gutes einbringt, was sie über das Fasten, Tarawîh-Gebet, freiwillige Gebete, Zakâ, I`tikâf und alles andere, was mit dem Ramadân zu tun hat, gehört oder gelernt hat. Man kann auch ein bestimmtes Thema wählen, das erörtert werden soll. Es muss natürlich ein islâmisches sein, damit diese Runde nicht in Spott und anderem sinnlosen Zeitvertreib endet. Man kann auch einen kleinen Wettbewerb in Form einer Fragerunde veranstalten, bei der man Fragen bezüglich des islâmischen Rechts, der Glaubensgrundlagen und allem, was die muslimische Frau an Wissen für ihre Reinheit, ihr Gebet, ihr Fasten, die Kindererziehung und die Sorge um das Haus und den Ehemann braucht, beantworten muss.
 

Sehr dringend... An meine muslimischen Schwestern im Ramadân - Teil 2

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