VorzŁge, einen Fastenden zu speisen

VorzŁge, einen Fastenden zu speisen
1551 688

Von Zaid ibn Châlid Al-Dschuhanî  möge Allah mit ihm zufrieden sein wurde berichtet, dass der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken sagte: „Wer einen Fastenden speist, bekommt die gleiche Belohnung wie dieser, ohne dass die Belohnung des Fastenden geschmälert wird.“Überliefert von At-Tirmidhî und von diesem als gut eingestuft.

 
In einer anderen Überlieferung heißt es: „Wer einen Fastenden beim Fastenbrechen zu essen und zu trinken gibt, bekommt die gleiche Belohnung wie er, ohne dass dies seine Belohnung um etwas schmälert.“ Überliefert von Abdurrazzâq (7905) und At-Tabarânî (5/256, Nr.:5269).
 
Von Abû Huraira  möge Allah mit ihm zufrieden sein wurde berichtet, dass ihn eine Frau einlud, das Fasten bei ihr zu brechen. Er nahm diese Einladung an und sagte anschließend: "Ich teile dir mit, dass die Angehörigen eines Hauses für jeden, der bei ihnen sein Fasten bricht, ganz gewiss die gleiche Belohnung bekommen wie er selbst." Sie entgegnete: „Ich wünsche mir, dass du regelmäßig bei mir das Fasten brichst.“ Er erwiderte: „Ich möchte es jedoch meinen Angehörigen zukommen lassen.“ Überliefert von Abdurrazzâq (7905).
 
Nützliches und Lehrreiches:
 
1. Die Güte Allâhs, indem Er die Türen des Guten weit öffnet, damit man viele Möglichkeiten findet, gute Taten zu verrichten, darunter: Der Aufruf, die Menschen gut zu behandeln und die enorme Belohnung dafür.
 
2. Der Vorzug, einen Fastenden zu speisen, und der, dass man dafür die gleiche Belohnung erhält wie der Fastende.
 
3. Allâh, der Erhabene, belohnt das Speisen eines Fastenden von Sich Selbst, nicht etwa von der Belohnung des Fastenden. Die Belohnung des Fastenden verringert sich nicht, und dies ist ein Zeichen Seiner unendlichen Güte und Gnade.
 
4. Es gehört zum Islâm, die Einladung zum Fastenbrechen anzunehmen. Eine Ablehnung aus Zurückhaltung und Scheu oder aus Angst, seine Belohnung könnte sich verringern ist verbohrt und übertrieben, da die Belohnung des Fastenden nicht vermindert wird, wenn er bei Anderen sein Fasten bricht, es sei denn, diese Einladung bezieht sich nur auf Arme und Bedürftige und man selbst ist reich und wohlhabend.
 
5. Es gehört zum Islâm, seine Familie und seine Angehörigen gut zu behandeln und in Harmonie mit ihnen zu leben sowie ihren Einladungen Folge zu leisten und bei ihnen zu essen, damit sie eine Belohnung erhalten, so wie es Abû Huraira  möge Allah mit ihm zufrieden sein tat.
 
6. Derjenige, der einen Fastenden speist, sollte damit beabsichtigen, die Belohnung für das Speisen zu bekommen und seinen Bruder, vor allem, wenn dieser arm ist, durch die Speisung zu ehren.
 
7. Man erreicht die Speisung eines Fastenden, indem man ihn einlädt, für ihn Essen zubereitet und es ihm zukommen lässt oder für ihn etwas zu essen kauft. Jedoch soll man sich vor Verschwendung vorsehen, vor allem, weil heutzutage die sogenannten "Tafeln des Allerbarmers" für das Fastenbrechen weitverbreitet sind.
 
8. Wenn man einem Armen Geld gibt, damit er sich Essen kauft, er jedoch einen Teil des Geldes für Essen ausgibt und den Rest für seine Bedürfnisse zurückhält, so gehört dies laut der Hadîthe auch zur Speisung eines Fastenden, wobei noch hinzukommt, dass der Bedürftige aus dem Geld eindeutig Nutzen ziehen kann.

 

Verwandte Artikel