Etikette des Īd (islāmischen Festes)

Etikette des Īd (islāmischen Festes)
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Îd-Tage oder Festlichkeiten sind Momente des Feierns, wie sie für alle Völker üblich sind. Die Festlichkeiten nicht-muslimischer Völker sind mit weltlichen Angelegenheiten verbunden, wie die Geburt einer Nation oder deren Niedergang, die Ernennung oder Krönung eines Herrschers, dessen Hochzeit oder der Beginn einer Jahreszeit wie der Frühling und Anderes. Was die Muslime betrifft, so sind deren Festlichkeiten (Îds) mit ihren religiösen Ritualen verbunden. Sie haben nur zwei Festlichkeiten oder Festtage: Îd Al-Fitr (die Feier zum Abschluss des Ramadân) und Îd Al-Adhâ (das Opferfest).

 
Als der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken nach Madîna gekommen war und feststellte, dass die Leute zwei Tage feierten, fragte er  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken : „Was sind die Anlässe dieser Feiern?Sie erwiderten: „Wir feierten sie gewöhnlich in der Dschâhilîja (vor-islâmische Zeit der Ignoranz)“. Er  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken sagte daraufhin: „Allâh hat sie für euch mit zwei besseren Tagen [Îd Al-Fitr und Îd Al-Adhâ] ersetzt.“ Diese zwei Feierlichkeiten, die Allâh den Muslimen vorgeschrieben hat, sind Teil der Riten des Islâm, die gefeiert und dessen Zwecke verstanden werden sollten.
Regeln, die Îd betreffen:
 
1. Es ist verboten, an beiden Festtagen zu fasten, weil von einem Hadith nach einer Aussage von Abû Sa´îd  möge Allah mit ihm zufrieden sein überliefert wurde, verstanden wird, dass der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken , das Fasten an den beiden Festtagen verbot.
 
2. Es ist empfehlenswert, dass sowohl die Männer als auch die Frauen das Festgebet in offenem Gelände verrichten, was aus einem Hadîth nach einer Aussage von Umm Atîja  möge Allah mit ihr zufrieden sein überliefert wurde, deutlich wird, die sagte: „Wir wurden für gewöhnlich beauftragt, am Festtag die Wohnungen zu verlassen und sogar die Jungfrauen und menstruierenden Frauen aus ihren Häusern zu bringen, damit sie hinter den Männern stehen und zusammen mit ihnen den Takbîr (die Worte Allâhu akbar) aussprechen können und auf den Segen dieses Tages hoffen, um von den Sünden gereinigt zu werden.“ Da menstruierenden Frauen sowie Jungfrauen beauftragt wurden dem Festgebet beizuwohnen, gibt es keinen Zweifel, dass es den Männern, Alt und Jung, erst recht dringend anbefohlen ist, daran teilzunehmen.
 
3. Das Festgebet sollte vor der Chutba des Îd verrichtet werden, wie es in einem Hadîth nach einer Aussage von Ibn Amr, Abû Sa´îd und Ibn Abbâs  möge Allah mit ihnen zufrieden sein bestätigt wird.
 
4. Es ist empfehlenswert, dass der Imâm im Gebet siebenmal in der ersten Rak´a (Gebetseinheit) und fünfmal in der zweiten den Takbîr ausspricht. Dies wurde von den Gefährten der rechtschaffenen Vorfahren bestätigt.
 
5. Es ist empfehlenswert, dass der Imâm in der ersten Rak´a Sûra 87 rezitiert und Sûra 88 in der zweiten. Andere Berichte zeigen auch, dass der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken Sûra 50 und Sûra 54 zu rezitieren pflegte, wie es im Sahîh-Werk von Muslim bestätigt wird.
 
6. Es gibt weder vor noch nach dem Festgebet ein Sunna-Gebet wie Ibn Abbâs  möge Allah mit ihm zufrieden sein berichtete, dass nämlich der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken , immer wenn er zum Festgebet ging, zwei Rak´a (des Îd) zu beten pflegte, jedoch nichts vor oder nach ihnen.

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