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  1. Ramadan
  2. Rituelles Gebet (Salâ)

Ratschläge zur Wahrung des Gebets – Teil 2

Ratschläge zur Wahrung des Gebets – Teil 2

7. Liebe es und es wird dir gewähren

Säe die Samen der Liebe für das Gebet in deinem Herzen und ernte seine Früchte mit der Erlaubnis Allâhs des Allmächtigen. Wie kann das auch anders sein, denn das Gebet ist eine Verbindung zwischen dem Diener und seinem Herrn. Es ist ein Tor zu den Türen des Paradieses und ein großer Fluss, der an unseren Türen entlangfließt und uns von allen Fehltritten reinigt. Das rituelle Gebet ist Sühne für Sünden zwischen zwei Gebetszeiten. Die Vorzüge des Gebets sind so zahlreich, dass es viele Bände füllen würde, sie alle aufzuzählen.

8. Wer unentschlossen ist, der möge an das Jenseits denken

Die Phase des Zögerns ist die Zeit, in der Satan versucht, dich zu beeinflussen. Wer unerschütterlich ist, der bringt Satan Schmach und Erniedrigung. Die Unentschlossenheit bei diesen Dingen ist so ähnlich wie beim Griff in den Geldbeutel, um für eine gute Sache zu spenden: Tut man es und wenn ja, welchen Betrag soll man spenden? Wer sich hierbei das Jenseits vor Augen hält, den wird Satan nicht von einer guten Sache abhalten können. Hast du erst einmal wohltätig gespendet, würdest du deine Spende niemals zurücknehmen, selbst wenn man dir Unmengen an Geld anbieten würde, denn dein Ziel ist das nächste Leben, nicht das gegenwärtige.

Ähnlich verhält es sich, wenn du vor der Haustür stehst, eintreten möchtest, aber dann den Gebetsruf hörst und nicht mehr weißt, ob du ins Haus gehen oder dem Ruf des Gebets Folge leisten sollst. Nimm dir in einer solchen Situation eine Minute, warte und denke nach. Betrittst du das Haus, spürst du gar nichts, denn es wäre das Einfachste, was du tun kannst. Opferst du hingegen einen unbedeutenden Teil deiner Zeit und gehst zur Moschee, empfängst du ein überwältigendes Gefühl der Freude. Einsicht und Verständnis werden dir gewährt und du beginnst zu erkennen, wie leicht eigentlich diese Entscheidung und die anschließende Verrichtung war und wie groß der Verlust derjenigen ist, die sich nicht in gleicher Weise für den Gebetsruf entscheiden. Wer bei Allâh bereut, der erinnert sich und denkt nach. Wer nicht bereut, der vergisst.

Dies ist entscheidend. Es gibt kein Problem bei der rechtzeitigen Verrichtung des Gebets, wenn man Zeit und Energie hat, wie z. B. das Mittagsgebet während der Feiertage. Ist das auch der Fall, wenn sich Arbeit stapelt, die Anforderungen steigen und die Umstände komplizierter sind? Oder neigt man dazu, in solchen Zeiten das Gebet zu vernachlässigen?

9. Verrichte es, indem du dem Ruf folgst

Es ist wichtig zu wissen, dass der Befehl zum Gebet im Qurân stets in Begleitung mit dem Begriff „Iqâma“ (Etablierung) kommt. Wer das Gebet verrichtet, der etabliert schließlich eine Handlung und führt diese in vollkommener Weise aus. Wer sich nicht im Rahmen dieser begrifflichen Bedeutung befindet, der mag das Gebet in Wirklichkeit nicht. Die Folge ist ein mangelhaft verrichtetes Gebet. Bei der Verrichtung des rituellen Gebets ist die geistige Anwesenheit besonders wichtig, um die Bedeutung der gesprochenen Worte und der Gebetshandlungen zu verstehen. Ibn Al-Qayyim (Allâh erbarme sich seiner) sagte: „Wenn du jemanden beim Gebet siehst, der seine Verbeugungen und Niederwerfungen in vollkommener Weise ausführt, der hat das Gebet gemäß dem Äußeren ordnungsgemäß verrichtet. Was die innere Dimension betrifft, so weiß Allâh am besten darüber Bescheid.“ Ibn Al-Qayyim (Allâh erbarme sich seiner) sagte dies über einen, der sein Gebet nach außen hin korrekt verrichtet. Was soll man hiernach über jemanden sagen, der sogar in seiner äußeren Verrichtung des Gebets mangelhaft ist? Wenn du „Al-Hamdu lillâh“ sagst, vergewissere dich, dass du über die Bedeutung dieser Worte nachdenkst. Das Gleich gilt für „Subhâna Rabbiyy Al-Adhîm“, Subhâna Rabbiyy Al-Alâ“, Aschhadu an lâ ilâha illallâh“ in all deinen Verbeugungen und Niederwerfungen gegenüber Allâh. Lässt die Konzentration im Gebet nach, gib trotzdem dein Bestes, auch wenn es sich um den letzten Augenblick der vierten Gebetseinheit handelt. Das beste Bittgebet spricht man sowohl mit dem Herzen als auch mit der Zunge.

10. Das Bittgebet ist der zuverlässigste Weg zu Allâhs Wohlgefallen

Allâh lässt niemanden im Stich, der Ihn anruft. Wie steht es dann um jemanden, der Seine Hilfe erbittet, um Handlungen zu verrichten, die Allâh auch noch liebt und sich daran erfreut? Allâh der Allmächtige sagt in einem Hadîth qudsî: „O Meine Diener! Ihr seid alle fehlgeleitet, außer dem, den Ich rechtleite. Bittet Mich also um Rechtleitung, und Ich werde euch rechtleiten.“

Aus diesem Grund müssen wir einen Teil unserer Bittgebete für das Jenseits sprechen. Habt ihr nicht gesehen, wie der nahe Freund Allâhs, Ibrâhîm (Friede sei auf ihm), sagte: „Mein Herr, mach, dass ich das Gebet verrichte, (ich) und (auch einige) aus meiner Nachkommenschaft. Unser Herr, und nimm mein Gebet an“ (Sûra 14:40). Wie oft haben wir etwas Ähnliches gesagt? Denken wir wirklich, dass dies ohne die Hilfe Allâhs so einfach geschehen wird? Das wird nicht passieren.

Wer Allâh den Allmächtigen aufrichtig bittet, den weist Er nicht ab. Bitte Ihn also demütig und aufrichtig und sei dir einer Antwort gewiss.
 

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