Ernte den Honig, aber zerbreche die Wabe nicht

Ernte den Honig, aber zerbreche die Wabe nicht
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Wenn eine Sache von Mitgefühl erfüllt ist, so schmückt es sie, doch wenn es in einer Angelegenheit fehlt, so wird sie entehrt. Milde Worte, ein reines Lächeln für das Leben, ein gutes Wort, wenn man sich begegnet, dies sind die feinen Gewebe, welche die Glücklichen sich überstreifen und dies ist auch die Eigenschaft des Gläubigen: wie die Biene, die Gutes isst und Gutes produziert.

 

 

 

Wenn sie sich auf einer Blume niederlässt, zerstört sie diese nicht, denn Allâh gibt dem Sanftmütigen, was er dem Grobschlächtigen nicht gibt. Manche Menschen verrenken sich den Hals danach, etwas zu erreichen, deren Augen über das äußere Erscheinungsbild hinausgehen, ihre Herzen beleben sie und ihre Seelen begleiten sie. Denn sie sind beliebt wegen der Art ihrer Worte, wegen der Art wie sie nehmen und geben, kaufen und einkaufen und wie sie sich treffen und sich verabschieden. Freunde zu gewinnen ist eine erlernbare Kunst, welche die Frommen und Edelmütigen beherrschen. Es umgibt sie immer eine Gruppe von Menschen, wenn sie anwesend sind, so freuen sie sich und suchen ihre Nähe und wenn sie abwesend sind, so bitten und beten sie.

 

Diese Glücklichen haben einen ethischen Grundsatz, welcher lautet: „Entgegne auf die beste Art und Weise, so wird derjenige, der dir gegenüber feindselig ist, wie ein nahestehender Freund erscheinen.“ Sie saugen den Hass mit ihrem Mitgefühl aus tiefstem Herzen, ihrer Nachsicht und ihrer unschuldigen Art nachzugeben, auf. Sie vergessen es, wenn sie schlecht behandelt werden und merken es sich nur, wenn sie gut behandelt wurden. Scharfe Worte, die auf sie gerichtet werden, gehen ungehört an ihnen vorüber.

 

Sie sind gelassen und die Menschen sind sicher vor ihnen, die Muslime leben friedlich mit ihnen zusammen: „Der Muslim ist derjenige, vor dessen Zunge und Hand die Muslime sicher sind und der Mu’min (Gläubige) ist derjenige, bei dem das Blut und Vermögen der Menschen sicher ist.“ „Wahrlich Allâh befahl mir den Kontakt zu dem aufrecht zu erhalten, der ihn abgebrochen hat und dass ich dem verzeihe, der mich ungerecht behandelt hat und dass ich dem gebe, der sich mir verweigert.“ „Und diejenigen, die den Zorn unterdrücken und den Menschen verzeihen“(Sûra 42:37)

 

Verkünde jenen die frohe Botschaft der diesseitigen Belohnung in Form von innerer Ruhe, Gelassenheit und Frieden. 

 

Und verkünde ihnen die frohe Botschaft der großen jenseitigen Belohnung in der Nachbarschaft eines Allverzeihenden Herrn in dichtbewachsenen von Flüssen durchzogenen Gärten „Beim Sitz der Wahrhaftigkeit bei einem Allmächtigen Herrscher.“

 

Aus: La tahzan von Aid Al-Qarnî

 

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