Tod des Propheten (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken)
Fatwâ-Nummer: 19239

  • Fatwâ-Datum:25-9-2019
  • Bewertung:

Frage

Wann starb der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken)?

Antwort

Der Lobpreis gebührt Allâh und möge Allâh Seinen Gesandten sowie dessen Familie und Gefährten in Ehren halten und ihnen Wohlergehen schenken!

 

Der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) starb am Montagvormittag des 12. Rabî Al-Awwal im Jahre 11 nach der Hidschra – an einem Tag, wie er düsterer in der islâmischen Geschichte nicht sein könnte. Anas ibn Mâlik  möge Allah mit ihm zufrieden sein berichtete: „Ich erlebte keinen besseren und helleren Tag als den, an dem der Gesandte Allâhs (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) zu uns kam, und ich erlebte keinen entsetzlicheren und düstereren Tag als den, an dem der Gesandte Allâhs (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) verstarb.“ (Überliefert von Ad-Dârimî und Al-Baghawî). Anas berichtete Folgendes über diesen Tag: „Als die Leute am Montag das Morgengebet verrichteten und Abû Bakr sie im Gebet leitete, überraschte sie nichts mehr, als dass der Gesandte Allâhs (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) den Vorhang von Âischas Zimmer hochhob und die Leute anblickte, während diese sich in den Gebetsreihen befanden. Hierauf lächelte er fast lachend. Abû Bakr drehte sich unverzüglich um, um sich in die Gebetsreihe einzureihen, denn er dachte, dass der Gesandte Allâhs (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) zum Gebet herauskommen wollte.“ Anas berichtete weiter: „Die Muslime waren in ihrem Gebet vor Freude über den Gesandten Allâhs (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) ganz verzückt. Der Gesandte Allâhs (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) deutete mit seiner Hand an, dass sie das Gebet zu Ende führen sollen. Hierauf betrat er das Zimmer und ließ den Vorhang wieder hinunter.“ (Überliefert von Al-Buchârî).

 

Der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) erlebte kein weiteres Gebet mehr. Vielmehr begannen seine letzten Atemzüge. Âischa lehnte ihn an sich. Sie  möge Allah mit ihr zufrieden sein pflegte zu sagen: „Zu Allâhs Gnadenerweisen gegenüber mir zählt gewiss, dass der Gesandte Allâhs (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) in meinem Haus, an meinem Tag und zwischen meinem Hals und meiner Brust (in meinen Armen) verstarb, und dass Allâh bei seinem Ableben) meinen Speichel mit seinem vermischte. Abdurrahmân – der Sohn von Abû Bakr – trat ein und hatte einen Siwâk (Holzstäbchen zum Reinigen der Zähne) in seiner Hand. Ich stützte den Gesandten Allâhs (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) und sah, wie er Abdurrahmân anblickte, und verstand, dass er den Siwâk wollte. Also fragte ich: ‚Soll ich ihn für dich nehmen?‘ Hierauf nickte er bejahend mit seinem Kopf. Hierauf reichte ich ihn ihm, er war jedoch zu hart für ihn. Deshalb fragte ich: ‚Soll ich ihn für dich aufweichen?‘ Da nickte er bejahend mit seinem Kopf. Hierauf weichte ich ihn auf.“ (Überliefert von Al-Buchârî).

 

Nachdem der Gesandte Allâhs (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) den Siwâk benutzt hatte, erhob er seine Hand oder seinen Finger und heftete seinen Blick an die Decke. Seine Lippen bewegten sich und Âischa hörte ihn sagen: „Mit denjenigen von den Propheten, den Wahrheitsliebenden, den Märtyrern und den Rechtschaffenen, denen Du Gnade erwiesen hast! O Allâh vergib mir, erbarme Dich meiner und gewähre mir die höchste Stellung! O Allâh, die höchste Stellung!“ Den letzten Satz wiederholte er dreimal. Seine Hand senkte sich hinab und er erlangte die höchste Stellung. Wir gehören gewiss Allâh, und zu Ihm kehren wir gewiss zurück!                

 

Und Allâh weiß es am besten!

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