Dies ist ein Monat, an dem die Menschen achtlos vorbeigehen - Teil 1

Dies ist ein Monat, an dem die Menschen achtlos vorbeigehen - Teil 1
2107 1794

Der Lobpreis gebührt Allâh allein. Der anbetend Dienende führt in dieser Welt den Wettkampf um das Jenseits. Der Erfolgreiche dabei ist derjenige, der die Gelegenheit nutzt und nicht verpasst, während der Erfolglose derjenige ist, der ihrer beraubt wird.

In diesen Tagen erleben wir eine bestimmte Zeit zum gewinnbringenden Handel mit Allâh, und zwar die Tage des Monats Scha’bân, auf den viele Menschen nicht achten. Nachstehend folgt eine Erklärung seiner Normen und Vorzüglichkeiten:

Vorzüglichkeit des Fastens im Monat Scha’bân

Von Abû Huraira  möge Allah mit ihm zufrieden sein wurde berichtet, dass der Gesandte Allâhs  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken sagte: „Allâh der Hocherhabene sagt: »Jede [gute] Tat des Sohnes Adams wird vervielfacht, für die gute Tat das Zehnfache bis zum Siebenhundertfachen, außer dem Fasten, denn es ist für Mich und die Belohnung dafür erfolgt nach Meinem Ermessen.«“ Überliefert von Muslim.

Als Ibn Uyaina  möge Allah mit ihm zufrieden sein nach den Worten „außer dem Fasten, denn es ist für Mich und die Belohnung dafür erfolgt nach Meinem Ermessen“ gefragt wurde, sagte er: „Am Tag der Auferstehung zieht Allâh der Hocherhabene Seinen anbetend Dienenden zur Rechenschaft und begleicht seine ungerechten Handlungen durch dessen übrige Taten, bis ihm nichts übrig bleibt als das Fasten. Dann nimmt Allâh seine übrigen ungerechten Handlungen auf Sich und lässt ihn wegen des Fastens ins Paradies eintreten.“

Von Abdullâh ibn Amr  möge Allah mit ihnen zufrieden sein wurde berichtet, dass der Gesandte Allâhs  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken sagte: „Das Fasten und der Qurân legen Fürbitte für den anbetend Dienenden am Tag der Auferstehung ein.“ Überliefert von Ahmad und von Al-Albânî als authentisch eingestuft.

Von Abû Umâma  möge Allah mit ihm zufrieden sein wurde berichtet, dass er zum Gesandten Allâhs sagte: „O Gesandter Allâhs, befiehl mir eine gute Tat an!“ Da sagte er: „Halte am Fasten fest, denn nichts ist ihm gleich!“ In einer anderen Überlieferung heißt es: „Nichts ist ihm ähnlich.“ Überliefert von An-Nasâî und von Al-Albanî in Sahîhu At-Targhîb als authentisch eingestuft.

Der Zustand der rechtschaffenen Vorfahren beim Fasten

Dâwûd ibn Abû Hind fastete vierzig Jahre lang, ohne dass seine Familie davon wusste. Er war von Beruf Kleiderhändler und er pflegte sein Mittagessen mitzunehmen und es auf dem Weg zur Arbeit zu spenden. (Aus: Tahdhîbu Siari A’lâmi An-Nubalâ.)

Abû Muslim Al-Chawlânî fastete bei einem Feldzug auf dem Gebiet der Römer, da fragte man ihn: „Was bewegt dich zum Fasten, während du auf Reisen bist?“ Er antwortete: „Wenn es zum Kampf kommt, werde ich mein Fasten abbrechen, mich ernähren und mich darauf vorbereiten. Die dicken Pferde erreichen aber ihre Ziele nicht, sondern die schlanken. Unsere Tage stehen uns noch bevor, und dafür sollen wir arbeiten.“ Aus: Tahdhîbu Siari A’lâmi An-Nubalâ.

Überlieferungen über Vorzüglichkeit des Fastens im Monat Scha’bân

Von Âischa  möge Allah mit ihr zufrieden sein wurde berichtet, dass sie sagte: „Der Gesandte Allâhs  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken pflegte solange zu fasten, dass wir sagten, er bricht sein Fasten nicht; und er pflegte sein Fasten solange zu brechen, bis wir sagten, er fastet nicht. Ich sah den Gesandten Allâhs  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken keinen ganzen Monat fasten außer Ramadân, und ich sah ihn in keinem anderen Monat als im Scha’bân fasten.“ Überliefert von Al-Buchârî.

Von ihr wurde auch berichtet, dass sie sagte: „Der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken pflegte in keinem anderen Monat mehr zu fasten als im Monat Scha’bân. Er pflegte den ganzen Scha’bân hindurch zu fasten.“

Von Imrân ibn Husain  möge Allah mit ihnen zufrieden sein wurde berichtet, dass der Gesandte Allâhs  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken einen Mann fragte: „Hast du etwas am Anfang von Scha’bân gefastet?“ Er antwortete: „Nein!“ Da sagte der Prophet zu ihm: „Wenn du dein Fasten brichst, dann faste noch zwei Tage!“ Überliefert von Muslim. Zu diesem Hadîth sagte An-Nawawî: „Dieser Hadîth widerspricht den authentischen Hadîthen, die es verbieten, direkt vor Ramadân zu fasten. Der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken erklärte damit, dass das gewohnte Fasten nicht unter dieses Verbot fällt, sondern das ungewohnte Fasten.“

Zu den Beweisen für die Vorzüglichkeit des Fastens im Scha’bân gehört der von Al-Buchârî überlieferte Hadîth von Âischa  möge Allah mit ihr zufrieden sein, in dem sie sagte: „Der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken pflegte in keinem anderen Monat mehr zu fasten als im Monat Scha’bân. Er pflegte den ganzen Scha’bân hindurch zu fasten.“ In einer Überlieferung bei Abû Dâwûd steht: „Er fastete keinen ganzen Monat im Jahr außer Scha’bân, den er mit Ramadân verband.“ Das bedeutet, er pflegte die meisten Tage des Monats zu fasten. At-Tirmidhî berichtete von Ibn Al-Mubârak, dass dieser sagte: „Es ist bei den Arabern üblich zu sagen, man habe den ganzen Monat gefastet, falls man [nur] die meisten Tage des Monats gefastet hat.“ Es wurde auch berichtet, dass der Prophet manchmal den ganzen Monat und manchmal die meisten Tage des Monats fastete, während einige meinen, dass er den Monat vom Anfang bis zum Ende fastete.

Dies ist ein Monat, an dem die Menschen achtlos vorbeigehen - Teil 2


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