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Das moralische Dilemma für Leute, die für den Islâm arbeiten

Das moralische Dilemma für Leute, die für den Islâm arbeiten

Der einladende Ruf zum Islâm ist an sich Erziehung (Speisung und Entwicklung) der Seele. Wenn man sich also selbst reinigen möchte, dann sollte man andere (zu Allâh und zum Islâm) einladen. Der Grund hierfür ist, dass die Elemente, die benötigt werden, um die Seele zu reinigen, dieselben sind wie beim einladenden Ruf zum Islâm. Wenn diese Elemente den eigenen einladenden Ruf zum Islâm prägen, dann verbessert, erzieht und reinigt man sich selbst. Es ist so einfach!

 

Andere zu Allâh und zum Islâm einzuladen, erfordert sich mit Allâh in Verbindung zu setzen, Ihn anzuflehen und um Seine Hilfe zu bitten. Wie Allâh durch die Worte Seines Propheten Schu'aib  Frieden sei auf ihm sagt: „… Unser Herr, entscheide zwischen uns und unserem Volk der Wahrheit entsprechend! Du bist ja der beste Entscheider.“ (Sûra 7:89).

 

Erfordert dies nicht Kameradschaftsgeist und Zusammenkommen? Wie der Erhabene durch die Worte Seines Propheten Moses  Frieden sei auf ihm sagt: „Auch hat mein Bruder Hârûn eine redegewandtere Zunge. So sende ihn mit mir zur Unterstützung, mich zu bestätigen, denn ich fürchte, dass sie mich der Lüge bezichtigen.“ (Sûra 28:34).

 

Erfordert dies nicht Willen und Durchhaltevermögen? Wie der Erhabene sagt: „… so sollen sie mit dir nicht über die Angelegenheit streiten. Und rufe zu deinem Herrn. Du verfährst fürwahr nach einer geraden Rechtleitung.“ (Sûra 22:67).

 

Erfordert dies nicht Festhalten an moralischen Werten und Standhaftigkeit? Wie der Erhabene sagt: „Darum rufe du auf und verhalte dich recht, wie dir befohlen wurde. Und folge nicht ihren Neigungen …“ (Sûra 42:15).

 

Erfordert dies nicht stufenweises Voranschreiten, Erleichterung, Hoffnung und Optimismus? Wie der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) sagte: „Erleichtere den Menschen die Angelegenheiten und erschwere sie ihnen nicht! Und verkünde ihnen frohe Botschaft und weise sie nicht ab!“ (Al-Buchârî und Muslim).

 

Erfordert dies nicht Beständigkeit und Hingabe? Wie der Erhabene durch die Worte Seines Propheten Noah (Friede sei mit ihm) sagt: „Er sagte: »Mein Herr, ich habe mein Volk bei Nacht und bei Tag aufgerufen.«“ (Sûra 71:5).

 

Erfordert dies nicht Weisheit? Wie der Erhabene sagt: „Und schmäht nicht diejenigen, die sie außer Allâh anrufen, damit sie nicht in Übertretung ohne Wissen Allâh schmähen…“ (Sûra 6:108).

 

Erfordert dies nicht einen Dialog? Wie der Erhabene sagt: „… und streite mit ihnen in bester Weise…“ (Sûra 16:125).

 

Erfordert dies nicht Erklärung und Aufklärung? Wie der Erhabene sagt: „O mein Volk, seht ihr, wie ich euch zur Rettung rufe, ihr mich aber zum (Höllen)feuer ruft?" (Sûra 40:41).

 

Erfordert dies nicht Ermutigung und Motivation an Stelle von Einschüchterung? Wie der Erhabene durch die Worte Noahs  Frieden sei auf ihm sagt: „Ich sagte: »Bittet euren Herrn um Vergebung - Er ist ja Allvergebend -.«“ (Sûra 71:10).

 

Mein verehrter Bruder!

 

Das Ego bedarf ebenfalls all des oben Erklärten.

 

Die Schlussfolgerung ist deshalb, dass jemand, der andere zum Islâm einlädt, Mittel verwendet, die sein Ich ebenfalls nähren. Deshalb lädt er andere ein und ernährt sich gleichzeitig.

 

Verehrter Bruder! Sünden sollten einen nicht davon abhalten, zum Islâm einzuladen und Arbeit für den Islâm zu verrichten!

 

Sa’îd ibn Dschubair  möge Allah mit ihm zufrieden sein sagte zu diesem Thema: „Wenn jemand nicht das Gute gebieten und das Verwerfliche verbieten würde, bis nichts (Böses) mehr in ihm ist, dann hätte niemand weder zu etwas Gutem geboten noch etwas Verwerfliches verboten!“ (Mâlik).

 

Stattdessen baut das einladende Aufrufen zum Islâm die Sünden und deren Folgen ab.

 

Sagt Allâh der Erhabene nicht: „… Die guten Taten lassen die bösen Taten vergehen…“ (Sûra 11:114)? 

 

Und gibt es etwas Besseres und Großartigeres, als andere zu Allâh einzuladen? Wie Allâh der Allmächtige in folgendem Vers bestätigt: „Und wer spricht bessere Worte als wer zu Allâh ruft, rechtschaffen handelt und sagt: »Gewiss doch, ich gehöre zu den (Allâh) Ergebenen«?“ (Sûra 41:33).   

 

Deshalb solltest du die Sünden nutzen, um entschlossener zu werden, nicht wieder zu ihnen zurückzukehren, nachdem du deren Bitterkeit und Elend gekostet hast! Du solltest auch entschlossener werden, deine Bemühungen zu erhöhen, andere zu Allâh einzuladen, damit du nicht wieder zum Sünder wirst und damit andere dies auch nicht tun! Auf diese Weise werdet ihr alle Glückseligkeit erlangen!

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