Verhaltenskodex für die Reise - Teil 2

Verhaltenskodex für die Reise - Teil 2
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Wahl eines Reisebegleiters: Der Muslim wählt seinen Begleiter auf der Reise unter den religiösen und Allâh fürchtenden Personen aus, damit er ihm im Gehorsam Allâhs beisteht. Der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken sagte: „Der Mann folgt den Charakterzügen seines Freundes. Daher soll jeder von euch darauf achten, wen er als Freund nimmt.“ Überliefert von Abû Dâwûd und At-Tirmidhî.

 

Und er  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken sagte ferner: „Wenn die Leute das, was ich weiß, darüber wüssten, was die Einsamkeit birgt, würde kein Reiter in der Nacht allein ziehen.“ Überliefert von Al-Buchârî.

 

Weiterhin sprach er  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken : „Ein Reiter ist wie ein Teufel. Zwei Reiter sind wie zwei Teufel. Und drei sind eine Reitgruppe.“ Überliefert von Abû Dâwûd, At-Tirmidhî und Imâm Ahmad.

Ein Sprichwort lautet: „Wähle den Begleiter vor dem Weg!“

Vorbereitung des Proviants: Der Muslim bemüht sich darum, seinen Proviant und seine Versorgung vorzubereiten, mit der er sein Ziel im Schutze Allâhs erreicht.

 

Vorzug, an einem Donnerstag zu reisen: „Der Gesandte Allâhs ging selten an einem anderen Tag als dem Donnerstag auf Reisen.“ Überliefert von Abû Dâwûd.

 

Reise bei Tagesanbruch: Der Gesandte Allâhs sprach für diejenigen ein Bittgebet um Segen, die ihre Dinge früh verrichten, indem er sagte: „O Allâh, segne meine Gemeinschaft in deren Frühe!“ Überliefert von Abû Dâwûd, At-Tirmidhî, An-Nasâ‘î und Ibn Mâdscha.

 

„Immer wenn der Gesandte Allâhs eine Kompanie oder ein Heer aussandte, sandte er sie bei Tagesanbruch aus.“ Überliefert von Abû Dâwûd.

 

Rituelles Gebet vor der Reise: Der Muslim sollte zwei Rak’as vor der Reise beten. Vom Propheten  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken ist überliefert, dass er sagte: „Ein anbetend Dienender hinterlässt seiner Familie nichts besseres als zwei Rak’as, die er bei ihnen betet, wenn er eine Reise beabsichtigt.“ Überliefert von Ibn Abû Schaiba.

 

Verabschieden von der Familie und den Freunden: Der Muslim verabschiedet sich von seiner Familie, wenn er verreist, und hinterlässt ihnen einen guten Ratschlag. Ibn Umar  möge Allah mit ihm zufrieden sein sagte zu jemandem, wenn dieser verreisen wollte: „Komm, ich verabschiede dich, wie mich der Gesandte Allâhs  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken verabschiedet hat: »Ich vertraue Allâh deine Religion, dein anvertrautes Gut und den Abschluss deiner Taten an.«“ Überliefert von Abû Dâwûd.

 

Bittgebet der Familie und Freunde für den Reisenden: Der Muslim wünscht dem Reisenden eine erfolgreiche und wohlbehaltene Reise. „Ein Mann ging zum Propheten  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken und sagte: »O Gesandter Allâhs, ich beabsichtige eine Reise, gib mir also etwas mit!« Er sagte: »Möge Allâh dich mit demütiger Ehrfurcht Ihm gegenüber versorgen!« Er sagte: »Mehre mir!« Er sagte: »Und dir deine Sünden verzeihen!« Er sagte: »Mehre mir! Du bist mir wie mein Vater und meine Mutter.« Er sagte: »Und möge Allâh dir das Gute erleichtern, wo du auch bist!«“ Überliefert von At-Tirmidhî und Al-Hâkim.

 

Bitten des Reisenden um ein Bittgebet: Umar  möge Allah mit ihm zufrieden sein sagte: „Ich bat den Propheten  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken um Erlaubnis, die Umra verrichten zu dürfen und er erlaubte es mir. Er sagte: »O Glaubensbruder, lasse uns an deinem Bittgebet teilhaben und vergiss uns nicht!«“ Überliefert von At-Tirmidhî, Ibn Mâdscha und Imâm Ahmad.

 

Bittgebet zu Beginn der Reise: Man sagt, wenn man das Haus verlässt: „Im Namen Allâhs, ich vertraue auf Allâh, und es gibt weder Macht noch Kraft außer von Allâh. Mein Herr, ich suche Zuflucht bei dir davor, in die Irre zu leiten oder in die Irre geleitet zu werden, einen Fehler zu begehen oder falsch behandelt zu werden, ungerecht zu sein oder ungerecht behandelt zu werden und töricht zu sein oder töricht behandelt zu werden!“ Überliefert von Abû Dâwûd.

 

Wenn man aufbricht, sagt man: „O Allâh, mit Dir breche ich auf, auf Dich vertraue ich, bei Dir suche ich Schutz und Dir wende ich mich zu! O Allâh, Du bist mein Vertrauen und meine Hoffnung, so wende von mir ab, was mich bedrückt, was ich nicht beachte und was Du besser weißt als ich! O Allâh, mehre mir die demütige Ehrfurcht Dir gegenüber, vergib mir meine Sünden und wende mich dem Guten zu, wo immer ich mich hinwende!“ Überliefert von Abû Ya’lâ.

 

Wahl eines Imâm unter den Reisenden: Die Reisegruppe wählt einen unter ihnen aus, der sie leitet. Er  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken sagte: „Wenn drei zu einer Reise aufbrechen, sollen sie einen von ihnen als Imâm einsetzen.“ Überliefert von Abû Dâwûd und At-Tirmidhî.

 

Das Bittgebet beim Besteigen des Reisetransportmittels: „Der Gesandte Allâhs  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken sprach, wenn er sein Kamel bestieg und zur Reise aufbrach, drei Mal die Worte »Allâh ist der Größte« und sagte: »Preis sei demjenigen, Der uns dies dienstbar gemacht hat! Wir wären hierzu ja nicht im Stande gewesen. Und wir werden ganz gewiss zu unserem Herrn zurückkehren. O Allâh, wir bitten Dich auf unserer Reise um Güte und demütige Ehrfurcht Dir gegenüber und um Handlungen, die Dir wohlgefallen! O Allâh, erleichtere uns unsere Reise und verkürze uns ihre Entfernung! O Allâh, Du bist unser Gefährte auf der Reise und der Beschützer unserer Familien! O Allâh, ich suche Zuflucht bei Dir vor den Erschwernissen der Reise und davor, bei der Rückkehr einen düsteren Anblick und üble Veränderungen beim Vermögen und der Familie vorzufinden!«“ Überliefert von Imâm Muslim.

 

Verhaltenskodex für die Reise - Teil 1
 

 

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