Torheit - eine unheilbare Krankheit – Teil 1

Torheit - eine unheilbare Krankheit – Teil 1
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Zu den gefährlichsten Krankheiten, die den Menschen in diesem Leben heimsuchen können, gehört die Torheit. Denn die Torheit weist nur negative Seiten auf und der Tor ist sein eigener Feind, da er sich selbst viel Schaden zufügt. Sein Verstand und seine Meinung sind von geringem Wert und er macht kaum etwas gut.

Viele Torheiten

Die Torheiten und Leichtgläubigkeiten, die von Leichtsinn und Unbesonnenheit zeugen, sind sehr zahlreich. Man findet sie auf der individuellen und kollektiven Ebene, bei Herrschern und Beherrschten, bei Männern und Frauen.

Wer an den Orten untergegangener Völker vorbeikommt, Allâhs Macht und Vergeltung für den Ungehorsamen sieht und Seine universellen und religiösen Gesetze erkennt und trotzdem in seiner Irreführung fortfährt, ohne einen Gebrauch von diesen deutlichen Zeichen zu machen oder sich mit den Sünden tilgenden guten Taten zu beeilen, der ist bestimmt nicht weniger töricht als sein Vorgänger.


Wer seine Tochter mit einem Frevler oder jemandem, der nicht das rituelle Pflichtgebet verrichtet, verheiratet, weil er reich ist oder einen angesehen Posten bekleidet, der tut es unter dem Vorwand, dass er seine Tochter liebt und sich um sie sorgt. In Wirklichkeit aber zerstört er ihr Leben, denn wer seine Tochter mit einem Frevler verheiratet, hat die Beziehungsbande zu ihr zerrissen, und wer das rituelle Pflichtgebet versäumt, der wird alles andere noch mehr versäumen.


Dasselbe gilt für denjenigen, der seine Familie und seine Kinder ohne jegliche Aufsicht lässt, ihnen verderbende Geräte bringt und sie Pornofilme und Ähnliches anschauen und frevelhafte und unzüchtige Lieder hören lässt, unter dem Vorwand, dass er sie sich dadurch unterhalten und sich erholen lässt. Dieser Mensch ruiniert sich und seine Familie, und es reicht einem an Sünde, seine Familie zu vernachlässigen. Kein Mensch wird seinen Stand vor Allah verlassen, bevor jeder Verantwortliche nach seinen Schutzbefohlenen gefragt wurde, ob er mit ihnen gut oder nachlässig umging: „O die ihr glaubt, bewahrt euch selbst und eure Angehörigen vor einem Feuer, dessen Brennstoff Menschen und Steine sind ...“ (Sûra 66:6).

Dem Toren nützen seine Körperteile nicht

Dem Toren nützen die Körperteile und Sinne nicht, die ihm gegeben wurden, und so ergeht es auch den Nichtmuslimen und Heuchlern, von denen Allâh der Gepriesene sagt: „Sie möchten Allâh und diejenigen, die glauben, betrügen. Aber sie betrügen nur sich selbst, ohne zu merken.“ (Sûra 2:9).  Und Er sagt ferner: „Und wenn man zu ihnen sagt: »Stiftet nicht Unheil auf der Erde!« sagen sie: »Wir sind ja nur Heilstifter«.“ (Sûra 2:11). Er sagt weiter: „Das sind diejenigen, die das Irregehen um die Rechtleitung erkauft haben, doch hat ihr Handel keinen Gewinn gebracht, und sie sind nicht rechtgeleitet.“ (Sûra 2:16) und: „Taub, stumm und blind: So werden sie nicht umkehren.“ (Sûra 2:18).

 

Allâh der Erhabene sagt ebenfalls: „Wir haben ja schon viele von den Dschinn und den Menschen für die Hölle erschaffen. Sie haben Herzen, mit denen sie nicht verstehen; sie haben Augen, mit denen sie nicht sehen; und sie haben Ohren, mit denen sie nicht hören. Jene sind wie das Vieh. Aber nein! Sie irren noch weiter ab. Jene sind (überhaupt) die Unachtsamen.“ (Sûra 7:179). Und Er sagt auch: „Was meinst du wohl zu einem, der sich seine Neigung zu seinem Gott nimmt? Würdest du denn Sachwalter über ihn sein können?“ (Sûra 25:43).

 

Hadîthe gegen die Torheit

Es wurden viele Hadîthe gegen die Torheit überliefert. In einem Hadîth steht: „Mir wurden zwei törichte, frevelhafte Geräusche verboten: Das eine Geräusch ist bei Unglück, das Zerkratzen der Gesichter, das Zerreißen der Kleider und das Trällern des Satans.“ (Überliefert von At-Tirmidhî und er sagte: ein hasan bis authentischer Hadîth).

 

Von Al-Aswad ibn Sarî  möge Allah mit ihm zufrieden sein wird berichtet, dass der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) sagte: „Vier gibt es am Jüngsten Gericht: ein Tauber, der nichts hört, ein Tor, ein Greis und ein Mann, der in einer Zwischenzeit [in einer Zeit, in der kein Prophet entsandt wurde] gestorben war. Der Taube wird sagen: »Als der Islâm kam, hörte ich nichts [davon].« Der Tor wird sagen: »O mein Herr, als der Islam kam, pflegten die Kinder mich mit Mist zu bewerfen.« Der Greis wird sagen: »O mein Herr, als der Islâm kam, konnte ich nichts begreifen.« Und derjenige, der in der Zwischenzeit gestorben war, wird sagen: »Du hast mir keinen Gesandten geschickt.« Dann erlegt Er ihnen die Verpflichtung auf, dass sie Ihm gehorchen und lässt ihnen mitteilen, dass sie ins Höllenfeuer eintreten sollen. Bei Dem, in Dessen Hand meine Seele liegt, wenn sie hineingehen, wird es ihnen kühl und friedlich sein!“ (Überliefert von Ahmad, Al-Baihaqî und Ibn Hibbân).

In einem Hadîth von Umm Zar steht: „Die zweite [Frau] sagte: »Mein Mann, über den schweige ich mich besser aus, denn fange ich erst einmal an, finde ich kein Ende mehr. Ich würde in den Bericht versinken, ich redete nur von seinen Furunkeln und Karbunkeln [nur von seinen Nachteilen].« Die dritte Frau sagte: »Mein Mann ist ein hagerer Hüne. Spreche ich, werde ich geschieden, schweige ich, werde ich gemieden.«…“ (Überliefert von Al-Buchârî und Muslim).

 

Torheit - eine unheilbare Krankheit – Teil 2

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