Torheit - eine unheilbare Krankheit – Teil 2

Torheit - eine unheilbare Krankheit – Teil 2
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Einige Überlieferungen und Worte der Gelehrten zur Torheit

 

Umar ibn Al-Chattâb  möge Allah mit ihm zufrieden sein rezitierte folgenden Vers: „O Mensch, was hat dich hinsichtlich deines edelmütigen Herrn getäuscht.“ (Sûra 82:6). Und er sagte: „O Herr, die Torheit!“

 

Ali  möge Allah mit ihm zufrieden sein sagte: „Es gibt keinen Menschen, der nicht seine eigenen Torheiten hat, in denen er lebt.“

 

Von Mudschâhid wurde berichtet, dass er sagte: „Ich war bei Ibn Abbâs  möge Allah mit ihm zufrieden sein, und da kam ein Mann und sagte, dass er sich von seiner Frau dreimal scheiden ließ. Da schwieg Ibn Abbâs, bis ich dachte, dass er die Scheidung widerrufen würde, aber dann sagte er: »Der eine von euch begeht die Torheit und sagt dann: O Ibn Abbâs, o Ibn Abbâs, während Allâh sagt: ‘... Und wer Allâh fürchtet, dem schafft Er einen Ausweg.’ (Sûra 65:2), aber du hast Allâh nicht gefürchtet, und so finde ich keinen Ausweg für dich! Du hast deinem Herrn nicht gehorcht und deine Frau ist unwiderruflich geschieden.«“ (Überliefert von Abû Dâwûd und von Al-Albânî als hasan eingestuft).

 

Von Anas ibn Sîrîn wurde berichtet, dass er sagte: „Ich hörte Ibn Umar (möge Allah mit ihnen beiden zufrieden sein) sagen: »Ibn Umar ließ sich von seiner Frau scheiden, als sie ihre Monatsregel hatte. Umar erzählte es dem Propheten (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken), der sagte: ‘Er soll die Scheidung widerrufen.’«“ Als ich [Ibn Umar] fragte: „Wird dieses Mal gerechnet?“, sagte er: „Was sonst?“

 

Von Ibn Umar wurde berichtet, dass er [der Prophet] sagte: „Weise ihn an, dass er die Scheidung widerruft!“ Ich [Anas, der Überlieferer] fragte: „Wird dieses Mal gerechnet?“ Er antwortete: „Was meinst du, wenn er unfähig ist und Torheiten macht?“ (Überliefert von Al-Buchârî und Muslim).

 

Von Muhammad ibn Al-Munkadir wurde berichtet, dass er sagte: „Dschâbir verrichtete das rituelle Gebet in einem einzigen Kleidungsstück, das er von hinten zusammenband, während seine Gewänder am Kleiderhaken hingen. Da fragte ihn jemand: »Wie? Betest du in einem einzigen Kleidungsstück?« Und er sagte: »Ich habe das nur getan, damit ein Tor wie du mich dabei sieht. Wer von uns hatte denn zur Zeit des Propheten (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) zwei Gewänder?«“ (Überliefert von Al-Buchârî).

 

Dscha'far As-Sâdiq sagte: „Die Belehrung für den Toren ist wie das Wasser für die Koloquinte, je mehr sie bewässert wird, desto bitterer wird sie.“

 

Ibn Abû Ziyâd sagte: „Mein Vater sagte zu mir: »O mein Sohn, halte dich an die Vernünftigen und setze dich zu ihnen; und meide die Toren, denn jedes Mal, wenn ich bei einem Toren gesessen bin, hat dies meinem Verstand im Nachhinein geschadet!«“

 

Von Mutarrif ibn Abdullah ibn As-Schichîr wurde berichtet, dass er sagte: „Ich würde aufrichtig schwören, dass alle Menschen in ihrer Beziehung zu Allâh dem Hocherhabenen töricht sind - die einen mehr und die anderen weniger.“

 

Man fragte Ibrâhîm An-Nadhâm: „Was sind die Grenzen der Torheit?“ Und er sagte: „Du hast mich wahrhaftig nach etwas gefragt, was grenzenlos ist.“

 

Von Abdullah ibn Ibrâhîm Al-Mausulî wurde berichtet, dass er sagte: „Al-Haddschâdsch war vom Tod eines Freundes betroffen, und dabei war ein syrischer Bote von Abdulmalik bei ihm. Al-Haddschâdsch fragte: »Würde jemand mich mit einem Gedicht trösten?« Der Syrer fragte: »Soll ich?« Er erlaubte es ihm, und da sagte er: »Jeder Freund wird seinen Freund verlassen, entweder stirbt er oder wird verletzt oder fällt vom Dach des Hauses oder das Haus stürzt über ihm zusammen oder er fällt in einen Brunnen oder ihm geschieht etwas, was wir nicht kennen.« Da sagte Al-Haddschadsch: »Du hast mich mein Unglück durch ein größeres vom Fürst der Gläubigen, dich als Boten zu mir zu schicken, vergessen gemacht.«“

 

Ein weiser Mann blickte auf einen Toren, der auf einem Stein saß, und sagte: „Ein Stein auf einem Stein.“

 

Man sagt: „Der verarmte Vernünftige ist besser als der reiche Tor.“

 

Man sagt: Jemand ist reich an Torheit und sein Verstand ist scheu; er hat an Verstand nur so viel, dass er noch zurechnungsfähig und somit vor Allâh verantwortlich ist.

 

Ein Prinz ging einmal an einem Eisverkäufer vorbei und sagte zu ihm: „Zeige mir, was du hast!“ Er brach ein Stück Eis und gab es ihm. Er sagte: „Ich möchte etwas kälter.“ Da brach er ein Stück von der anderen Seite und der Prinz fragte: „Wie viel kostet das?“ Der Verkäufer antwortete: „Das hier kostet ein Dirham für ein Pfund und das erste ein Dirham für eineinhalb Pfund.“ Er sagte: „Gib mir vom zweiten.“

 

Ein weiser Mann sagte: „Der Vernünftige trägt seine eigene Last, während die Menschen die Last des Toren tragen. Wer keinen Verstand hat, der hat nichts - weder im Diesseits noch im Jenseits.“

 

Torheit ist eine unheilbare Krankheit

 

Von Abû Ishâq wurde berichtet, dass er sagte: „Wenn du hörst, dass ein Reicher arm geworden ist, dann glaube es; und wenn du hörst, dass ein Armer reich geworden ist, dann glaube es; und wenn du hörst, dass ein Lebender gestorben ist, dann glaube es; wenn du aber hörst, dass ein Tor Verstand bekommen hat, dann glaube es nicht!“

 

Einige Merkmale und Charakterzüge der Toren

 

Der Gelehrte Abû Hâtim ibn Hayyân sagte: „Zu den Zeichen der Torheit gehören die voreilige Antwort, die Vernachlässigung der Vergewisserung, das übermäßige Lachen, das häufige Herumschauen, die Verleumdung der Tugendhaften und der Umgang mit boshaften Menschen. Wenn du dich vom Toren abwendest, wird er düster; wendest du dich ihm zu, wird er eingebildet; gehst du mit ihm nachsichtig um, benimmt er sich töricht gegen dich; bist du gütig zu ihm, behandelt er dich schlecht und wenn du ihn gerecht behandelst, wird er ungerecht zu dir.“

 

Ein weiser Mensch sagte: „Zu den Charakterzügen des Toren gehören folgende: Wenn er reich wird, ist er eitel; wenn er arm ist, ist er verzweifelt; wenn er froh wird, ist er frech; wenn er redet, ist er unzüchtig; wenn er um etwas gebeten wird, ist er geizig; wenn er jemanden etwas fragt, ist er aufdringlich; wenn er spricht, ist er schwer zu verstehen; wenn man ihm etwas sagt, versteht er es nicht; wenn er lacht, schreit er wie ein Esel, und wenn er weint, dann brüllt er wie eine Kuh.“

 

Umar Ibn Abdulazîz sagte: „Zwei Eigenschaften wirst du beim Toren auf keinen Fall vermissen: die voreilige Antwort und das häufige Herumschauen.“

 

Von Al-Ahnaf ibn Qais wurde berichtet, dass er sagte: „Al-Chalîl ibn Ahmad sagte: »Die Menschen sind von vier Arten: Ein Wissender, der von seinem Wissen weiß, und das ist der Gelehrte, von dem ihr lernen sollt; ein Wissender, der von seinem Wissen nicht weiß, das ist der Vergessende, also erinnert ihn; ein Unwissender, der von seinem Unwissen weiß, und das ist ein Schüler, den ihr unterrichten sollt; und ein Unwissender, der von seinem Unwissen nichts weiß, und das ist der Tor, den ihr zurückweisen sollt!«“

 

O Allâh unser Herr, mach uns durch den Glauben schön, gib uns Rechtleitung und mach uns zur Rechtleitung für andere! Und unser letztes Bittgebet ist es, Allâh dem Herrn der gesamten Schöpfung Dank auszusprechen!

 

 

Torheit - eine unheilbare Krankheit – Teil 1

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