Im Dienste der Familie Teil 1

Im Dienste der Familie Teil 1
  • Veröffentlicht:16.11.2021
  • Kategorie:Eheleben
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Einige Ehefrauen beklagen sich in ihren Briefen darüber, dass ihre Ehemänner sich nicht die Mühe machen, irgendwelche familiäre Aufgaben zu erledigen, sei es innerhalb oder außerhalb des Hauses, selbst wenn es sich um eine Routine- oder eine einfache Angelegenheit handelt – dies stimmt die Frauen traurig, verletzt und frustriert.

Bei der Hausarbeit zu helfen ist eine der emotionalen Bedürfnisse der Ehefrau. Das sorgt für ein Gefühl von Frieden und Glück im Haus. Diese Hilfe umfasst z. B. Kochen von Mahlzeiten, Abwasch, Reinigen und Bügeln der Kleidung, Putzen des Hauses und Betreuung der Kinder.

In den ersten Jahren der Ehe hilft der Ehemann seiner Frau unaufgefordert bei der Hausarbeit mit; eine Hilfe, die sie begrüßt. Aber mit der Zeit und mit zunehmendem beruflichem Engagement des Ehemannes außerhalb des Hauses sehen weder der Ehemann noch die Ehefrau dies als wichtiges emotionales Bedürfnis an – ab diesem Zeitpunkt beginnt die Bombe zu ticken.

Mit dem Nachwuchs steigen zwangsläufig die Anforderungen: Es gilt, das Einkommen zu erhöhen und mehr Verantwortung im Haushalt zu tragen. Während die Mutter sich auf die Bedürfnisse des Säuglings konzentriert, besteht die natürliche Reaktion des Vaters darin, für mehr Geld zu sorgen, weshalb er sich hauptsächlich um seine Arbeit kümmert: Er bemüht sich um Überstunden bei der Arbeit in der Hoffnung, sein Gehalt zu erhöhen.

Hier kommt es häufig zu Streitigkeiten zwischen den Eheleuten, besonders wenn die Ehefrau berufstätig ist und dem gleichen Druck ausgesetzt ist wie der Ehemann. Dies kann vermieden werden, wenn beide Ehepartner das Thema mit Liebe und Vernunft angehen. Geschieht dies nicht, schwindet der Rest an verbliebener Liebe.

Die meisten Ehemänner helfen nicht bei der Hausarbeit, unabhängig davon, ob ihre Ehefrauen arbeiten oder nicht. Die arbeitenden Ehefrauen kommen erschöpft nach Hause und sind nicht in der Lage, die Hausarbeit optimal zu erledigen, was bedeutet, dass eine Menge Arbeit im Haus unerledigt bleibt.

Solche Frauen ruhen sich kaum aus, auch nicht im Urlaub: Sie verbringen ihre ganze Zeit damit, sich um ihre Kinder zu kümmern, das Haus zu putzen und die Wäsche zu machen. Sie brauchen dann Hilfe bei der Hausarbeit, was sie zwingt, auf Hilfe von fremden Dienstmädchen zurückzugreifen, um dieses emotionale Bedürfnis abdecken zu können. Den Haushalt zu führen und die Bedürfnisse des Mannes zu erfüllen, trägt dazu bei, seine Liebe zu erhöhen; und umgekehrt erhöht es die Liebe der Ehefrau für den Mann, sobald er ihr beim Haushalt hilft.

Geteilte Verantwortung

Sowohl der Mann als auch die Frau haben eine Aufgabe zu erfüllen und Verantwortung im Haus zu tragen. Eine gute Zusammenarbeit zwischen ihnen erfordert, dass sie bei diesen Aufgaben kooperieren. Zu den wichtigsten Aufgaben der Frau gehört es, sich um den Haushalt zu kümmern und die Kinder zu erziehen. Diese Verantwortung, die zwar zum größten Teil von der Frau getragen wird, sollte nach dem Prinzip der Zusammenarbeit zwischen den Eheleuten aufgeteilt werden.

Die emotionalen Bedürfnisse von Frau und Mann

Vertrauen und Fürsorge gehören zu den emotionalen Bedürfnissen von Mann und Frau. Hat die Frau Vertrauen in die Fähigkeiten ihres Mannes, wird er sich eher darum bemühen, für sie zu sorgen und ihr zu helfen. In ähnlicher Weise, wenn der Ehemann sich um seine Frau kümmert, wird sie mehr Vertrauen in ihn und seine Fähigkeiten haben.

Freude am Teilen

Erfolgreiche Ehepartner sind solche, die gemeinsam viele einfache Dinge tun, wie z. B. für die Zukunft planen, die Bibliothek einrichten, eine schnelle Mahlzeit kochen, Vorbereitungen treffen für etwas, das mit den Kindern zu tun hat, und andere ähnliche Aufgaben, die zur freundlichen Behandlung und Zuneigung zwischen ihnen beitragen. So fühlt sich jeder der Ehepartner glücklich und zufrieden, wenn er seinen Partner an seiner Seite sieht, seine Freude und seinen Kummer teilt und ihn nicht im Stich lässt. Ein erfolgreiches Leben basiert auf dem Prinzip des Gebens und Nehmens, der Liebe und der Gewissheit, dass es jemanden gibt, der jeweils den anderen unterstützt und immer an seiner Seite ist, egal was passiert.

Seelische Zufriedenheit

Die Schönheit der Familie spiegelt sich wider in der Zusammenarbeit zwischen den Eheleuten beim Tragen der Lasten des Lebens. Zu manchen Zeiten opfert und dient der Ehemann seiner Frau, und zu anderen Zeiten tut die Frau das Gleiche und dient ihrem Mann.

Bedient zu werden ist nichts Exklusives, beide Partner haben ein Anrecht darauf. Eine Frau erhält die beste Behandlung dadurch, dass der Ehemann bezüglich der Hausarbeit Verständnis zeigt und ihr in dieser Hinsicht beisteht. Widmet eine Frau ihre Mühe und Energie im Dienste ihres Mannes und ihrer Kinder und erhält dabei weder Ermutigung noch Wertschätzung, wird sie Opfer von Frustration und starker psychischer Belastung. Aus diesem Grund hat der Gesandte Allâhs (möge Allâh ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) dies berücksichtigt. Er verpflichtete seine Frauen nie mit der Bürde, ihm zu dienen. Er pflegte sich selbst zu bedienen und eilte seinen Frauen zu Hilfe, bis zu dem Ausmaß, dass er sein Bein für eine von ihnen vorhielt, um auf ein Kamel zu steigen.

Ein solches Bewusstsein des Mannes, die gute Behandlung und der Dienst an der Frau haben eine beeindruckende Wirkung auf ihre geistige Ausgeglichenheit und emotionale Stärke, was dazu führt, dass die Frau ihren Mann in einem Zustand des höchsten Glücks und der Zufriedenheit empfängt, egal wie mittellos und arm sie sein mögen.
 

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