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Bedeutung der Aussage: „Auf Sünden beruhende Überheblichkeit ist leichter als auf guten Taten beruhende Überheblichkeit“

Frage

Was bedeutet folgende Aussage von Ibn Al-Qayyim: „ Auf Sünden beruhende Überheblichkeit ist leichter als auf guten Taten beruhende Überheblichkeit“?

Antwort

Der Lobpreis gebührt Allah und möge Allah Seinen Gesandten sowie dessen Familie und Gefährten in Ehren halten und ihnen Wohlergehen schenken!

Und nun zur Frage:

Ibn Al-Qayyim erwähnt dieses Zitat sehr oft. Kurz gesagt bedeutet es, dass gute Taten eine Ursache für Tyrannei, Selbstbewunderung, heuchlerische Frömmelei und Geringschätzung anderer sein können, was ein Grund für Allâhs Zorn auf denjenigen sein kann, der die gute Tat verrichtete. Sünden können hingegen eine Ursache für Reue, Furcht vor Allâh, Selbstverachtung, Aufrichtigkeit bei den Taten und Demut gegenüber Allâh dem Erhabenen sein, was ein Grund für die Zufriedenheit Allâhs des Hocherhabenen mit diesem Menschen sein kann. Die erwähnte Bedeutung wird durch folgenden authentischen Hadîth deutlich:

Dschundub berichtete, dass der Gesandte Allahs (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) berichtete, dass ein Mann sagte: „Bei Allâh, Allâh wird dem Soundso nicht vergeben!“ und dass Allâh der Hocherhabene erwiderte: „Wer schwört, dass Ich dem soundso nicht vergebe? Ich habe dem Soundso vergeben und dein Werk hinfällig werden lassen!“ (Muslim). In der Hadîth-Sammlung Schu'b Al-Imân von Al-Baihaqî heißt es in einem Hadîth von Dschundub: „Ein Mann trat auf den Hals eines Mannes, während dieser das rituelle Gebet verrichtete. Hierauf sagte der Mann (, der gebetet hatte): »Bei Allâh, Allah wird dir dies niemals vergeben!« Hierauf sagte Allâh der Allmächtige und Majestätische: »Wer schwört, dass Ich ihm nicht vergebe? Ich habe ihm vergeben und dein Werk hinfällig werden lassen!«“ Dieser Gehorsame, sich Niederwerfende wurde durch seine gute Tat zu Hochmut verleitet, wodurch sein Werk hinfällig wurde. Deshalb wird gesagt: „Wie oft führte eine gute Tat zu Hochmut, und wie oft führte eine Sünde zu Demut!“ Deshalb sollten Gehorsame die Furcht (vor Allâh) und die Hoffnung (auf Belohnung) miteinander verbinden! Dies bedeutet nicht, dass man Sünden kleinredet. Vielmehr ist der anbetend Dienende dazu verpflichtet, sich vor dem Begehen von Sünden zu hüten, da diese ein Grund für seine Vernichtung und seinen Ruin im Diesseits und im Jenseits sind.

Und Allâh weiß es am besten!

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