Das Buch deiner Taten: Wie es dich erfreuen kann

Das Buch deiner Taten: Wie es dich erfreuen kann
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Willst du an den Seiten deines Buches am Tage der Auferstehung Freude finden? Wir alle wünschen uns dies, denn wir sind Anbeter Allâhs, sündig und vergehen uns gegen uns selbst. Im Qurân heißt es: „(…) an dem Tag, da weder Besitz noch Söhne (jemandem) nützen, außer, wer zu Allâh mit heilem Herzen kommt“ (Sûra 26:89).

Der Gesandte Allâhs (möge Allâh ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) sagte: „Wer wünscht, dass sein Blatt ihn (am Jüngsten Tag) erfreue, der solle viel um Verzeihung bitten“ (Al-Baihaqî in „Schu’ab Al-Îmân“; hasan nach Al-Albânî). „Wahrlich der Satan sagt: ‚Bei deiner Allmacht, o mein Herr, ich werde nicht ablassen, deine Anbeter zu verführen, solange ihr Geist in ihrem Körper ist.“ Da sagte der Herr: ‚Bei meiner Allmacht und Majestät, nicht werde Ich aufhören, ihnen zu verzeihen, solange sie Mich um Verzeihung bitten‘“ (Ahmad).

Allâh der Erhabene sagt: „Und wer etwas Böses tut oder sich selbst Unrecht zufügt und hierauf Allâh um Vergebung bittet, wird Allâh Allvergebend und Barmherzig finden“ (Sûra 4:110). „Und diejenigen, die, wenn sie eine Abscheulichkeit begangen oder sich selbst Unrecht zugefügt haben, Allâhs gedenken und dann für ihre Sünden um Vergebung bitten – und wer sollte die Sünden vergeben außer Allâh? – und (die) nicht auf dem beharren, was sie getan haben, wo sie doch wissen“ (Sûra 3:135). „Die Standhaften und die Wahrhaftigen, die demütig Ergebenen und diejenigen, die ausgeben, und die im letzten Teil der Nacht um Vergebung Bittenden“ (Sûra 3:17). „Aber Allâh würde sie nimmer strafen, solange du unter ihnen bist; und Allâh würde sie nimmer strafen, solange sie um Vergebung bitten“ (Sûra 8:33).

Der Gesandte Allâhs (möge Allâh ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) sagte: „Bei Allâh, ich bitte Allâh um Verzeihung und wende mich Ihm täglich mehr als siebzig Mal reumütig zu“ (Al-Buchârî). Ebenfalls sagte er: „Bei dem, in dessen Hand meine Seele ist, würdet ihr keine Sünden begehen, so würde euch Allâh entfernen und ein Volk bringen, das sündigt und daraufhin Allâh den Erhabenen um Verzeihung bittet, damit Er ihnen verzeihe“ (Muslim). In einer anderen Überlieferung sagt er: „Frohe Botschaft dem, der auf seinem Tatenblatt häufiges Bitten um Verzeihung vorfindet“ (Ibn Mâdscha, sahîh nach Al-Albânî).

Der Prophet Nûh  Frieden sei auf ihm sagt laut Qurân: „Ich sagte: Bittet euren Herrn um Vergebung – Er ist ja Allvergebend –, so wird Er den Regen auf euch ergiebig (herab)senden und euch mit Besitz und Söhnen unterstützen und für euch Gärten machen und für euch Bäche machen” (Sûra 71:10-12).

Der Gesandte Allâhs sagte: „Wer sagt ‚Ich bitte Allâh um Verzeihung, denjenigen, außer dem es keinen Gott gibt. Er ist der Lebendige, der aus sich Bestehende und ich wende mich Ihm reumütig zu‘, dem werden seine Sünden verziehen, selbst wenn er vom Schlachtfeld geflohen wäre“ (Abû Dâwûd).

„Das beste Gebet um Verzeihung ist, dass der Anbeter sagt: ‚Allâh, mein Herr bist Du! Niemand ist anzubeten außer Dir. Erschaffen hast Du mich und ich bin Dein Anbeter. Ich bin auf Deinem Vertrag und Deinem Versprechen, so wie ich es vermag. Ich nehme meine Zuflucht zu Dir vor dem Übel, das ich begangen habe. Ich gebe die Gnade zu, die Du mir gewährt hast und ich gebe meine Sünde zu. So verzeihe mir, denn niemand außer Dir verzeiht die Sünden.‘ Wer dieses Gebet in fester Überzeugung tagsüber spricht und daraufhin stirbt, bevor der Abend begonnen hat, ist von den Bewohnern des Paradieses. Und wer es in tiefer Überzeugung des Nachts spricht und daraufhin stirbt, bevor der Morgen anbricht, so ist er von den Bewohnern des Paradieses“ (Al-Buchârî).

Von Âischa (möge Allâh mit ihr zufrieden sein) wird überliefert, dass sie sagte: „Der Gesandte Allâhs (möge Allâh ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) pflegte vor seinem Tode häufig zu sagen: ‚Gepriesen ist Allâh und gelobt. Ich bitte Allâh um Verzeihung und wende mich Ihm reumütig zu‘“ (Al-Buchârî, Muslim). Er sagte auch: „Allâh der Erhabene sprach: ‚O Sohn Adams, solange du Mich rufst und auf Mich hoffst, habe Ich dir verziehen, was du getan hast und es kümmert Mich nicht. O Sohn Adams, auch wenn deine Sünden die Wolken des Himmels erreichen und du Mich dann um Verzeihung bittest, so verzeihe Ich dir und es kümmert Mich nicht. O Sohn Adams, auch wenn du zu Mir kämest mit Sünden im Ausmaß der Erde, Mich dann aber triffst, ohne Mir etwas beigesellt zu haben, so würde Ich dir Verzeihung im gleichen Ausmaß gewähren‘“ (At-Tirmidhî; hasan).

Der Gesandte (möge Allâh ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) sagte: „Allâh freut sich mehr über die Reue eines Anbeters, wenn er Ihm gegenüber Reue zeigt, als jemand von euch, der auf einer Reitkamelin in einer wasserlosen Wüste unterwegs ist, und dem sein Reittier mitsamt seiner Speise und seinem Trinkvorrat verloren geht. Wenn dieser sich dann verzweifelt im Schatten eines Baumes ausruht und die Hoffnung auf seine Reitkamelin aufgegeben hat und diese plötzlich vor ihm erscheint, nimmt er sie an seinem Halfter und ruft glücklich aus: ‚O Allâh Du bist mein Diener und ich bin dein Herr‘, und dabei verspricht er sich vor lauter Freude!“ (Muslim).

In einem Hadîth Qudsî (einem Wort Allâhs in prophetischer Überlieferung; A. d. Ü.) sagt der Erhabene: „Ein Anbeter begeht eine Sünde und sagt dann: ‚Allâh verzeihe mir meine Sünde!‘ Daraufhin sagt Allâh, segensreich und erhaben ist Er: ‚Mein Anbeter hat gesündigt und dabei gewusst, dass er einen Herrn hat, der Sünden verzeiht und für Sünden zur Rechenschaft zieht.‘ Dann sündigt er erneut und sagt: ‚O mein Herr, verzeihe mir meine Sünde!‘ Daraufhin sagt Allâh, segensreich und erhaben ist Er: ‚Mein Anbeter hat gesündigt und dabei gewusst, dass er einen Herrn hat, der Sünden verzeiht und für Sünden zur Rechenschaft zieht.‘ Und dann sündigt er erneut und sagt wieder: ‚O mein Herr, verzeihe mir meine Sünde!‘ Daraufhin sagt Allâh, segensreich und erhaben ist Er: ‚Mein Anbeter hat gesündigt und dabei gewusst, dass er einen Herrn hat, der Sünden verzeiht und für Sünden zur Rechenschaft zieht. So tu nun, was du willst, Ich habe dir bereits verziehen.‘“ (Muslim).

Möge Allâh uns, unsere Eltern, unsere Nachkommenschaft und Angehörige sowie alle muslimischen Geschwister zu denjenigen gehören lassen, die Tag und Nacht um Verzeihung bitten – im Verborgenen und öffentlich. Möge Er uns und ihnen insgesamt Verzeihung gewähren!

„Mein Herr, vergib mir und meinen Eltern und demjenigen, der als Gläubiger mein Haus betritt, und den gläubigen Männern und den gläubigen Frauen. Und stürze die Ungerechten nur noch tiefer ins Verderben!“ (Sûra 71:28).

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