Ergreife Maßnahmen, die sie daran hindern, dir Leid zuzufügen!
Fatwâ-Nummer: 32601

  • Fatwâ-Datum:28-10-2018
  • Bewertung:

Frage

Wie lautet das islâmische Urteil über Abneigung gegenüber der Familie der Ehefrau, weil diese einem häufig Leid zufügt?

Antwort

Der Lobpreis gebührt Allâh und möge Allâh Seinen Gesandten sowie dessen Familie und Gefährten in Ehren halten und ihnen Wohlergehen schenken!

Wisse, dass es für einen den Glauben Verinnerlichenden weitestmöglich vollkommen ist, Übeltaten mit Wohltaten zu begegnen! Hierfür erhält man von Allâh eine Belohnung, deren Ausmaß einzig Allâh kennt. Ferner ist es eine Ursache dafür, dass sich Abneigung in Zuneigung verwandelt. Allâh der Hocherhabene sagt: „Nicht gleich sind die gute Tat und die schlechte Tat. Wehre mit einer Tat, die besser ist, (die schlechte) ab, dann wird derjenige, zwischen dem und dir Feindschaft besteht, so, als wäre er ein warmherziger Freund. Aber dies wird nur denjenigen dargeboten, die standhaft sind, ja es wird nur demjenigen dargeboten, der ein gewaltiges Glück hat.“ (Sûra 41:34-35).

Zu den Maßnahmen zur Erlangung von Zuneigung zählt das Entbieten des Friedensgrußes zwischen dir und ihnen. Abû Huraira  möge Allah mit ihm zufrieden sein überlieferte: „Der Gesandte Allâhs (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) sagte: ‚Ihr werdet das Paradies erst betreten, wenn ihr den Glauben verinnerlicht. Und ihr werdet den Glauben erst verinnerlichen, wenn ihr euch gegenseitig liebt. Soll ich euch nicht auf etwas hinweisen, durch das ihr euch gegenseitig liebt, wenn ihr es tut? Entbietet den Friedensgruß untereinander!“ (Muslim). Zu diesen Maßnahmen zählt außerdem, dass man sich gegenseitig beschenkt. Abû Huraira  möge Allah mit ihm zufrieden sein berichtete, dass der Gesandte (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) sagte: „Beschenkt euch, dann liebt ihr euch!“ (Al-Buchârî).

Wenn du all diese Maßnahmen ergreifst, ist darauf zu hoffen, dass sie dir kein Leid mehr zufügen und dass eure gegenseitige Abneigung zu Zuneigung und Barmherzigkeit wird. Geschieht dies nicht, so ist der Mensch lediglich zu dem verpflichtet, was ihm möglich ist. Abneigung ist eine Angelegenheit des Herzens. Der Mensch ist nicht in der Lage, das zu ändern, was das Herz in sich trägt. Es ist überliefert, dass Âischa  möge Allah mit ihr zufrieden sein sagte: „Der Gesandte Allâhs (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) pflegte beim Aufteilen gerecht zu sein und dann zu sagen: »O Allâh, dies ist meine Aufteilung dessen, was ich besitze! Tadel mich nicht für das, was Du besitzt und ich nicht besitze!‘“ Abû Dâwûd sagte: „Damit ist das Herz gemeint.“ (Ahmad, Abû Dâwûd, At-Tirmidhî, Ibn Mâdscha und An-Nasâî).

Und Allâh weiß es am besten!

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