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Einfache Methoden, um seinem Kind Benehmen und Gehorsam beizubringen - Teil 2

Einfache Methoden, um seinem Kind Benehmen und Gehorsam beizubringen - Teil 2

Versuche ein wenig Einfühlungsvermögen!

Als beschäftigte Mütter sind unsere Erwartungen sicherlich oftmals egozentrisch: Wir benötigen die Mitwirkung aller, um pünktlich aus dem Haus zu kommen; wir haben das Baby endlich zum Schlafen gebracht und wollen, dass unser Erstgeborenes leise spielt. Es ist jedoch wichtig, die eigenen Erwartungen aus Sicht des eigenen Kindes zu beleuchten – es könnte sich beispielsweise durch die hastige Erledigung der Morgenroutine unter Druck gesetzt fühlen, was es dazu veranlasst, herumzutrödeln. Oder alles scheint sich um die Bedürfnisse des neugeborenen Babys zu drehen, das Kleinkind hatte jedoch immer Spaß daran gehabt, auf dem Klavier herumzuhämmern.

Wenn man die Gefühle des eigenen Kindes erkennt und akzeptiert, dann verhilft es ihm dazu, mit den ihm gesetzten Grenzen umzugehen. Und es bedarf lediglich einiger zusätzlicher Sekunden. Anstatt das Kind mit strengen Worten anzufahren: „Wir müssen jetzt sofort gehen oder deine Schwester kommt zu spät zur Schule!“, kann man sagen: „Ich weiß, dass es schwierig ist, so früh aufzustehen, um deine Schwester zur Schule zu bringen. Wenn du willst, kannst du in deinem Schlafanzug mitkommen.“

Und so lästig es auch sein mag: Man sollte lernen, ein gewisses Maß an Nörgelei zu tolerieren, solange es nicht respektlos ist. Die Aussage „Ich will nicht schlafen gehen!“ lässt das Kind seine Gefühle abreagieren. Es versucht einen auch abzulenken; wenn man ihm antwortet, löst man eine Diskussion aus, was das Letzte ist, was man tun sollte. Entweder man ignoriert die Bemerkung oder man sagt etwas Verständnisvolles: „Ich weiß, dass du gerne mit deinem Puppenhaus weiterspielen würdest, doch ich fürchte, es ist bereits Schlafenszeit.“

Es hilft auch, zu zeigen, dass man gehört hat, was es gesagt hat, und ihm Einfühlungsvermögen entgegenbringt („Du bist traurig, dass dein Freund nach Hause gegangen ist. Es war schön, dass jemand zum Spielen zu Besuch kam.“).

Zwischen „Du“ und „Ich“

Man sollte das Haus verantwortlich machen! Emotional aufgeladene Anschuldigungen wie: „Ich will nie wieder hören, dass du deinen Bruder so bezeichnest!“ provozieren eher Widerstand als sachliche Kommentare wie: „Beschimpfungen sind nicht akzeptabel; unsere Hausregel besagt, dass wir jeden respektvoll behandeln.“ Es ist einfacher, auf einen Erziehungsberechtigten wütend zu werden, der als oberlehrerhaft wahrgenommen wird, als sich mit einer unpersönlichen Hausregel herumzuschlagen.

In diesem Sinne werden einfache Betrachtungen und nicht wertende Aussagen über die Schlafenszeit oder den Abwasch es den Kindern wahrscheinlich leichter machen, die Regeln zu befolgen. Anstatt zu sagen: „Dein Zimmer ist so durcheinander!“, sollte man es mit „Da sind Spielsachen auf dem Boden!“ versuchen!

Man sollte das „Ich“ benutzen!

Kinder lernen bereits früh, die endlosen „Neins“ und das Nörgeln ihrer Eltern zu ignorieren. Wenn die Forderungen und Anordnungen keine Ergebnisse bringen, sollte man sie neu formulieren! Die Verwendung von „Ich“-Aussagen lassen das Kleinkind erkennen, was seine Taten bei einem bewirken: „Ich ärgere mich, wenn ich sehe, dass du Essen umher wirfst, weil ich das Durcheinander aufräumen muss!“ (Man sollte lediglich nicht versuchen zu jammern, wenn man dies sagt!)

Wenn man eine Warnung äußert, dann sollte man weiterhin betonen, was man tun wird: „Ich werde deinen Teller wegnehmen, wenn du noch einmal mit Essen wirfst!“, und dann sollte man es zu Ende führen, damit es keine leere Drohung ist.

Wenn man sich auf seine eigenen Taten konzentriert, anstatt auf dem Verhalten des eigenen Kindes herumzureiten, wird man sich beherrschter fühlen – und das Kind auch. Es wird beginnen, die Verbindung zwischen seinen Taten und deren Folgen zu erkennen.

Natürlich kann keine Erziehungsstrategie Kinder dazu bringen, sich immerzu perfekt zu verhalten. Doch wenn man sich mit seinem Kind in einem schlechten Kreislauf verfängt, genügt es manchmal, sein Verhalten zu verändern, um das Beste aus seinem Verhalten zu erzielen.

 

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