Leben und Sterben des Gesandten (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) für den Herrn der Welten
Fatwâ-Nummer: 16065

  • Fatwâ-Datum:2-10-2017
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Frage

Setzte der Gesandte Muhammad (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) seine Arbeit fort, nachdem ihm die Prophetenschaft übertragen worden war oder nicht? Und falls er weiterhin arbeitete: Was genau war sein Beruf?

Antwort

Der Lobpreis gebührt Allâh und möge Allâh Seinen Gesandten sowie dessen Familie und Gefährten in Ehren halten und ihnen Wohlergehen schenken!

 

Die charakteristische Gewohnheit des Gesandten Allâhs (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) bestand sein ganzes Leben lang darin, Seinem Herrn dem Allmächtigen und Majestätischen anbetend zu dienen und Seinen Anordnungen Folge zu leisten. Er fastete und betete und seine Wesensart entsprach ganz und gar dem Qurân. All dies ist durch authentische Hadîthe belegt. Dies war seine Gewohnheit und Beharrlichkeit, bis Allâh der Hocherhabene ihn abberief. Wie könnte es auch anders sein, wo er doch derjenige ist, dessen Herr der Allmächtige und Majestätische ihm folgende Worte offenbarte: „Und diene deinem Herrn, bis die Gewissheit zu dir kommt!“ (Sûra 15:99), sprich der Tod. Dieser ehrwürdige Vers zeigt eindeutig, dass der Mensch, solange er lebt und bei Verstand ist, dazu aufgefordert ist, seinem Herrn entsprechend seiner Fähigkeiten anbetend zu dienen. Dies wird durch folgende Worte Îsâ  Frieden sei auf ihm bekräftigt: „…und angeordnet hat Er mir, das Gebet (zu verrichten) und die Abgabe (zu entrichten), solange ich lebe.“ (Sûra 19:31).

 

Die Interpretation einiger Sektierer, dass mit „Gewissheit“ im erwähnten Vers der Sûra Al-Hidschr die Kenntnis über Allâh den Allmächtigen und Majestätischen gemeint sei und dass der Vers bedeute, der Mensch bräuchte bei Erreichen dieser als „Gewissheit“ bezeichneten Stufe keine Anbetungshandlungen mehr zu verrichten und hätte keine schariatischen Pflichten mehr, da diese Gewissheit der Gipfel des anbetenden Dienens sei, stellt gemäß dem Konsensus der Muslime Unglaube und Abkehr von der islâmischen Glaubensgemeinschaft dar. Diese Interpretationsweise muss als Spielerei bezeichnet werden! Bekanntlich besaßen die Propheten  Frieden sei auf ihnen ) das meiste Wissen über Allâh sowie über Seine Rechte und Attribute und darüber, welche Verherrlichung Ihm gebührt. Dennoch waren sie unter den Menschen diejenigen, die Allâh dem Allmächtigen und Majestätischen am meisten anbetend dienten, Ihn am meisten fürchteten und am meisten nach Seiner Barmherzigkeit trachteten. Der Hocherhabene sagt: „…Allâh fürchten von Seinen Dienern eben nur die Gelehrten. Gewiss, Allah ist Allmächtig und Allvergebend.“ (Sûra 35:28).   

   

Und Allâh weiß es am besten!