Erlaubte und verbotene Situationen, in denen man Vater und Sohn trennt
Fatwâ-Nummer: 18577

  • Fatwâ-Datum:24-3-2019
  • Bewertung:

Frage

Wie ist derjenige zu beurteilen, der danach strebt, Vater und Sohn zu trennen?

Antwort

Der Lobpreis gebührt Allâh und möge Allah Seinen Gesandten sowie dessen Familie und Gefährten in Ehren halten und ihnen Wohlergehen schenken!

 

Wer nach der Trennung zwischen Sohn und Vater strebt, tut dies aus einem der drei folgenden Gründe:

  1. Sie haben eine unterschiedliche Religion, dass der Sohn beispielsweise Muslim ist und der Vater Jude oder Christ oder vice versa, und zu befürchten ist, dass der Muslim sich von seiner Religion abkehrt. In diesem Fall ist die Trennung zwischen Vater und Sohn verpflichtend, wobei der Sohn mit seinem Vater weiterhin guten Umgang pflegen soll.
  2. Einer von beiden ruft zu einer Neuerung in der Religion auf oder zu einer nicht akzeptierbaren Lehrmeinung. Auch in diesem Fall ist die Trennung zwischen Vater und Sohn verpflichtend, wobei der Sohn mit seinem Vater ebenfalls weiterhin guten Umgang pflegen soll.
  3. Beide (der Sohn und der Vater) sind gut und rechtschaffen. In diesem Fall erfolgt die Trennung auf Grund einer Begierde dieser vergänglichen Welt. Derjenige, der danach strebt, sie zu trennen, lebt in großer Gefahr, weil er unter die Worte Allâhs „... denn Verfolgung ist schlimmer als Töten!“ (Sûra 2:191) und die des Gesandten  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken fällt: „Jemand, der Wirren stiftet, betritt nicht das Paradies.“ Und in einer anderen Überlieferung heißt es: „Jemand, der Zwietracht sät, betritt nicht das Paradies.“ Und dies ist genau dieses Säen von Zwietracht und es ist eine der großen Sünden, möge Allâh uns davor bewahren!
Und Allâh weiß es am besten!

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