Deine Güte gegenüber deinem Vater mehrt die Belohnung, selbst wenn du einen Teil des Gebets mit dem Vorbeter verpasst
Fatwâ-Nummer: 9353

  • Fatwâ-Datum:6-3-2019
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Frage

Mein Vater ist fortgeschrittenen Alters und versteht mittlerweile das Gebet nicht mehr. Allerdings ist es immer kompliziert, wenn meine Familie und ich zum Gebet gehen, ihn mit zum Gebet zu nehmen, weil ich so möglicherweise den Anfang des Gebets verpasse. Außerdem kann ich dann keine Sunna-Gebete nach dem Pflichtgebet verrichten, weil ich mit meinem Vater und seiner Obhut beschäftigt bin. Wie soll ich mich in dieser Situation verhalten? Gibt es Dinge, zu denen ich gegenüber meinem Vater verpflichtet bin, zumal er ja auch manchmal das Gebet verpasst?

Antwort

Der Lobpreis gebührt Allâh und möge Allâh Seinen Gesandten sowie dessen Familie und Gefährten in Ehren halten und ihnen Wohlergehen schenken!

 

Möge Allâh dich für die Güte, Beachtung und Obhut gegenüber deinem Vater mit Gutem belohnen!

 

Wenn der Vater das rituelle Gebet nicht versteht und es nicht richtig vollzieht, braucht er es nicht zu verrichten. Allerdings sollte man ihm seinen Wunsch erfüllen, die Moschee zu besuchen, und ihn an das Gebet erinnern, sowie das, was er davon verrichtet, akzeptieren, ohne es zu bemängeln.

 

Sein Gang zur Moschee ist sehr gut, weil er dem Vorbeter folgt und die Betenden sieht. Die Sunna-Gebete, die du verpasst, kannst du zu Hause verrichten, was sogar besser ist.

 

Für die Tatsache, dass du den Takbîr Al-Ihrâm („Allâhu akbar/Allâh ist größer“ zu Gebetsbeginn) oder die erste Gebetsreihe verpasst, weil du deinen Vater begleitest, erhoffen wir dir mehr Belohnung als dafür, dass du ihn nicht begleitest und den Takbîr Al-Ihrâm und die erste Gebetsreihe erreichst.

 

Und Allâh weiß es am besten!

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