Warum der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) einen Wegführer für die Auswanderung anheuerte
Fatwâ-Nummer: 22328

  • Fatwâ-Datum:25-9-2019
  • Bewertung:

Frage

Wer war der Mann, der den Gesandten (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) und Abû Bakr in der Nacht der Auswanderung begleitete?

Antwort

Der Lobpreis gebührt Allâh und möge Allâh Seinen Gesandten sowie dessen Familie und Gefährten in Ehren halten und ihnen Wohlergehen schenken!

 

Die Auswanderung des Gesandten Allâhs (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken), sein ganzes Verhalten, ja sogar sein ganzes Leben sind wahrhaftig voller Lektionen, Ermahnungen und Lehren.

 

Ein Muslim sollte den Propheten (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) dadurch lieben lernen! Dies ist gewiss verpflichtend für einen Muslim! Sein Glaube ist erst dann vollkommen, wenn der Gesandte Allahs (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) ihm lieber ist als sein Sohn, sein Vater, die Menschen alle zusammen und seine eigene Seele.   

 

In der Sammlung authentischer Hadîthe von Al-Buchârî und Muslim ist von Anas  möge Allah mit ihm zufrieden sein überliefert, dass der Gesandte Allâhs (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) sagte: „Niemand von euch glaubt erst, wenn ich ihm lieber bin als sein Sohn, sein Vater und die Menschen alle zusammen!“

 

Bei der Auswanderung des Gesandten Allâhs (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) wurde er von Abû Bakr  möge Allah mit ihm zufrieden sein begleitet – wie der Fragende bereits anmerkte. Es begleitete sie Abdullâh Ibn Uraiqit Ad-Du‘alî, der ein Götzendiener war. Der Gesandte Allâhs (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) engagierte ihn dennoch, damit er ihm den Weg zeige. Er war ein versierter Wegführer. Einige Überlieferungen besagen, dass Âmir ibn Fuhaira - Abû Bakrs Diener – sie begleitete und bediente; er hatte bereits zuvor den Islâm angenommen.

 

Betrachtet man die Auswanderung des Gesandten Allâhs (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) und sein Ergreifen aller erforderlichen Vorsichtsmaßnahmen, so erkennt man, dass der Muslim dazu verpflichtet ist, erst Maßnahmen zu ergreifen und sich dann auf Allâh den Hocherhabenen zu verlassen. So verfuhr der Gesandte (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) und sagte zu Abû Bakr: „Was hältst du von Zweien, deren Dritter Allâh ist?“ (Überliefert von Al-Buchârî und Muslim). Es wäre ihm möglich gewesen, keine Maßnahmen zu ergreifen, da er mit Gewissheit wusste, dass Allâh ihn unterstützt. Er (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) war jedoch der Bestimmende für seine Umma. Deshalb legte er den Leuten dar, dass das Ergreifen von Maßnahmen notwendig ist. Aus diesem Grund engagierte er den Götzendiener Abdullâh Ibn Uraiqat, damit dieser ihm den Weg zeige. 

        

Und Allâh weiß es am besten!

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